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Wien

Yvonne (28) und Michael (29)

Yvonne (28, Büroangestellte) aus Niederösterreich fand mit Parship.at Michael (29, IT-Berater) aus Wien ... wieder. Sie hat ihre Geschichte für uns aufgeschrieben:

Erfolgspaar © Privat

"Damals, wir waren erst 10,
ich hab dich angehimmelt,
du mich nicht mal gesehn,
ich hab dich so unheimlich süß gefunden,
doch du warst von heut auf morgen verschwunden!
Und heute bist du die Liebe meines Lebens,
mein langes Warten war nicht vergebens!!!

So eine Geschichte gibt es nur im Film?! Jaja, genauso dachte ich - bis letzten November das Unglaubliche geschah!

'Schicksal? Omen?' mit diesen Worten eröffnete Michael seine erste E-Mail an mich, nachdem ich ihm ein Spaß-Match sendete. Vier von vier möglichen Treffern, das hatte er noch nie! Für mich war es das erste Spaß-Match überhaupt - ich war erst kurz dabei. Ich ahnte nicht, dass seine zwei Worte noch oft in meinen Ohren sein würden. Ich möchte an dieser Stelle kurz das 'Warum' erklären: Nach einer langen Beziehung habe ich, nach nahezu jahrelangem Tief, nach Abwechslung gesucht und mich zunächst nur aus Trotz bei Parship angemeldet. Ich war mir zu dem Zeitpunkt ehrlich gesagt noch nicht sicher, ob ich gleich wieder eine Beziehung haben wollte. Langes Grübeln war die Folge, bis ich schließlich auf einen ganz bestimmten Besucher stieß. ER hatte mir noch keine Anfrage geschickt, er tauchte lediglich in meiner Besucherliste auf.

Ich weiß nicht, warum, und habe auch bis heute keine Erklärung dafür, welche höhere Macht mich dazu brachte, gerade dieses Profil zu lesen: 'Ein zärtlicher, humorvoller Teddybär, 190 cm groß, kräftig gebaut' - genau das, was ich immer wollte, waren meine ersten Gedanken, bis ich sein ' Ich über mich' las.

Ein kalter Schauer überkam mich, als ich weiterlas, konnte das wirklich sein? Als ich sein Foto sah, fragte ich mich erneut, 'Ist es denn wirklich möglich?'. Ich kannte ihn, aber war mir dennoch nicht sicher, woher ... Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er etwas Besonderes sei - ER oder keiner, dachte ich mir. Nicht ahnend, welche Reaktion ich auslöste, schrieb ich ihm zurück. Es folgte ein reger E-Mail-Verkehr, fast täglich schrieben wir uns. Es war wunderschön, die Vorfreude auf mögliche Nachrichten von ihm versüßte mir die trüben Arbeitstage. Um seine Nachrichten sofort zu erkennen, gab ich ihm den Namen Teddybear.

In den nächsten Tagen wurden unsere E-Mails immer persönlicher, ja richtig vertraut sogar. Er gab mir das Gefühl, mit ihm über alles reden zu können. Es tat so gut, jemanden wie ihn zu haben. Schließlich passierte das Unerwartete: Mein Teddybear schickte mir in einer noch schöneren E-Mail als sonst seine Telefonnummer. Das war zuviel! Ich wusste zunächst nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Am nächsten Tag, ich hatte seine Zeilen immerzu im Kopf wiederholt, entschloss ich mich, ihn anzurufen.

Ich muss aber fair sein und dazu sagen, dass mich meine Freundin zuvor den ganzen Nachmittag in Bearbeitung hatte, denn ganz von selbst hätte ich den Mut wahrscheinlich nicht aufgebracht, ihn anzurufen.

Als er abhob, musste ich nach Luft schnappen - oh Mann, die Stimme! ER war es! Nun wusste ich es, trotz seiner nicht überhörbaren Erkältung drang seine Stimme deutlich zu mir durch. ER war jener Mann, mit dem ich ein Jahr vorher in der Garage meiner Eltern eine Diskussion hatte. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken: Konnte das denn wirklich ein und derselbe Mann sein? Damals war er sehr energisch und aufbrausend - ich konnte ihn gar nicht leiden. Ganz das Gegenteil zu den netten E-Mails, die wir uns seit Tagen schrieben, er wirkte so einfühlsam, so romantisch. Meine anfängliche Unsicherheit schwand mit jedem Wort, das er zu mir sagte. Wir plauderten über 'Gott und die Welt', nur von sich selbst wollte er noch nicht so viel erzählen. So fing ich an zu erzählen: 'Ich kenne dich! Was würdest du sagen, wenn ich dir sage, dass wir in derselben Wohnhausanlage wohnten?' - Stille am anderen Ende der Leitung. - 'Wir waren beide in derselben Volksschule, und wir waren im selben Gymnasium! Du hast mir schon gefallen, als du noch ein kleiner Junge warst, aber du hast mich nie bemerkt. Wir wohnten sogar Stiege an Stiege!' - Wieder Stille. - 'Und wenn ich dir jetzt noch sage, dass wir letztes Jahr eine Diskussion in der Tiefgarage hatten, fällst du mir dann um?' (Diese Garage gehört zu der Wohnhausanlage, und unsere Eltern haben zufällig die Stellplätze auf derselben Ebene.)

Es war noch immer still am anderen Ende der Leitung. Ich hörte nur seinen Atem, der schneller wurde. Ich setze noch hinzu: 'Ach ja, du stehst mit deinem Auto links hinter meinem Vater. Dein Parkplatz ist jener im Eck, wo sich der Feuerlöscher befindet.' - 'DAS gibt es doch nicht - Teufel auch! Wer bist du? Wie kann es sein, dass du so vieles über mich weißt, aber mir einfach nicht einfallen will, wer du bist?!' antwortete er schließlich. Ich erzählte ihm noch einige Details aus unserer damaligen Diskussion, um ihm endgültig die Luft zu nehmen. Dann glaubte er mir endlich. 'Tja, wenn das so ist, bleibt mir nur zu sagen: Schicksal? Omen?' Er antwortete mit fast mystischem Unterton, und mir lief erneut ein Schauer über den Rücken. Gegen Ende unseres Telefonates, was immerhin knapp eine Stunde dauerte, waren wir beide schon so locker - ja richtig vertraut, könnte man sagen.

Unser erstes Treffen haben wir für den darauf folgenden Donnerstag ausgemacht (bis zum Wochenende wollte der ungeduldige Mike nicht warten), Treffpunkt sollte der ehemalige 'Tatort', die Tiefgarage sein. Er stieg aus seinem VW und kam auf mich zu. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, als ich ihm meine Hand zur Begrüßung entgegenhielt. Er ignorierte meine Hand, kam einen Schritt näher und umarmte mich. Ich wusste nicht, wie mir geschah, es war, als verlor ich den Boden unter den Füßen, meine Knie wurden weich, und in meinem Kopf drehte sich alles. Was war das?! Unsicher löste ich mich aus seiner Umarmung, und er zauberte einen Blumenstrauß aus seinem Auto hervor. 'Sind leider nur künstliche', entschuldigte er sich verlegen, andere hatte er so spät am Abend nicht mehr bekommen.

Da wir uns noch nicht auf ein bestimmtes Lokal einigen konnten, war der erste Plan der, uns erstmal in ein bekanntes Billardcafé zu setzen und zu plaudern. Gesagt, getan, wir sicherten uns einen der letzten freien Tische, gleich neben der Bar, vis-à-vis von einer Schar Bundesheerler, die ihren dienstfreien Abend feierten. Unschlüssig, ob wir Karten oder Würfel spielen wollten, während wir auf die Getränke warteten, kamen wir wieder ins Plaudern, und sein Flirten wurde immer intensiver. Seine linke Hand, er saß rechts von mir, war auch nicht untätig. Mit Gänsehaut spürte ich, wie er sanft und zärtlich meinen Rücken streichelte!!!

Ich sah es schon kommen, und schließlich brachte er es irgendwie heraus: '... ich bin nur ein normaler Typ von nebenan, der sich gerade fragt, ob er dich küssen darf'. Mir stockte der Atem! Oh verdammt, was jetzt? Schon beim ersten Treffen? Irgendwie stammelte ich ein kurzes, atemloses Nein heraus, aber sein Blick daraufhin war zuviel: Erschrecken, Trauer, Entsetzen, Hilflosigkeit, all das sprach auf einmal aus seinen Augen ... Wir blickten uns lange wortlos in die Augen ... millimeterweise bewegten wir uns aufeinander zu. Ich war mir immer noch nicht sicher, ob ich es schon wollte, einerseits wollte ich es unbedingt, andererseits wollte ich nicht billig erscheinen, aber - oh Gott! - seine Augen! Wir merkten nicht mal, dass sich die Leute rundherum - inklusive eines Zuges Grenzsoldaten - das Kichern nicht mehr verkneifen konnten.

Am Ende musste ich aber dann doch unromantisch sein, da ich ja am nächsten Tag wieder in die Arbeit musste, und so bat ich ihn schweren Herzens, mich nach Hause zu bringen. Allein, doch es sollte noch Stunden dauern, bis ich ins Bett kam ... Unser 'Gute Nacht' dauerte knapp mehr als vier Stunden ...

Und heute, fast zehn Monate später, sind wir das glücklichste Paar auf diesem Planeten. Meine Scheidung ist inzwischen überstanden, wir wohnen gemeinsam in meinem Haus in Niederösterreich, und einer wundervollen Zukunft steht nichts mehr im Wege. Und bis heute lernen wir jeden Tag neue Kleinigkeiten über uns, entdecken Details, Gemeinsamkeiten, die unsere Liebe noch mehr festigen.

Omen? Schicksal? Wir werden es nie erfahren, aber das war definitiv ein Spaß-Match mit Folgen!"

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