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PARSHIP-Studien – Juli 2014

Fixe Partnerschaft bleibt Top-Wunsch

Repräsentative Parship-Studie: Jeder fünfte Österreicher ist Single, fünf Prozent bezeichnen sich als Mingle. 84 Prozent der Singles wünschen sich eine fixe Partnerschaft. Die Akzeptanz der Online-Partnersuche steigt weiterhin, das Internet liegt mittlerweile auf Platz Zwei der Möglichkeiten, einen neuen Partner kennenzulernen.

Ein Paar am Strand  –   © Fotolia

Im Juli 2014 untersuchte Parship.at in einer repräsentativen Umfrage zum Thema „Zukunft der Partnerschaft“ unterschiedliche Beziehungsformen und beleuchtet erstmals das neue Lebensmodell der „Mingles“ mittels konkreter Zahlen für Österreich. Drei von vier Österreichern leben in einer Partnerschaft, die Mehrheit davon länger als 12 Monate. Knapp jeder fünfte Österreicher ist Single, fünf Prozent bezeichnen sich als „Mingle“ (mixed single) und führen damit eine unverbindliche Art von Beziehung, bei der keine gemeinsamen Zukunftspläne im Vordergrund stehen. Die Studie wurde von Marketagent.com im Auftrag von Parship.at durchgeführt und ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Befragt wurden 1.022 Personen zwischen 18 und 69 Jahren im Mai und Juni 2014.

Feste Partnerschaft macht am glücklichsten

Knapp 90 Prozent der Österreicher sind mit ihrem derzeitigen Beziehungsstatus zufrieden, 61 Prozent sogar „sehr zufrieden“; Menschen in festen Partnerschaften sind am glücklichsten mit ihrem emotionalen Status quo. Demnach geben auch knapp zwei Drittel der Unzufriedenen an, sich eine fixe Partnerschaft zu wünschen.

Zufriedenheit in der Beziehung

84 Prozent der Singles hätten gerne einen Partner und acht von zehn wären auch bereit, dafür Kompromisse einzugehen. „In der heutigen Welt, wo nichts mehr fix bzw. verbindlich scheint, sei es im Beruf, im Freundeskreis oder auch in der Familie, ist der Wunsch nach einer festen, stabilen Beziehung, in der man seine kleine, vertraute und stabile emotionale Welt hat, größer denn je. Auch wenn der Alltag bzw. der Beziehungsverlauf dann oftmals anders aussieht, ist der Wunsch nach einer festen Beziehung nach wie vor ganz stark auf dem ersten Platz“, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer Marketagent.com. Auf die Frage, ab wann man denn „fix zusammen“ ist, antwortet mehr als die Hälfte aller Befragten, „wenn man es ausspricht“, ein Viertel, „wenn man keinen anderen potenziellen Partner mehr trifft“ und für neun Prozent ist es auschlaggebend, „wenn man ausschließlich mit dieser Person Sex hat“.

Online-Partnersuche: Akzeptanz & Nutzung steigen weiter

Die Online-Partnersuche gewinnt an Zuspruch und gesellschaftlicher Akzeptanz: Knapp jeder fünfte Österreicher hat bereits einen Partner im Internet kennengelernt, 45 Prozent sind der Meinung, dass das Internet in Zukunft bei der erfolgreichen Partnersuche an Bedeutung gewinnt und mehr als jeder Zweite kann sich vorstellen, einen Partner im Internet zu suchen.

So rangiert die Online-Partnersuche unter den Möglichkeiten, wie in den letzten 12 Monaten nach einem neuen Partner gesucht wurde, mit 40 Prozent nach Ausgehen auf dem zweiten Platz, klar vor dem Freundeskreis und dem Arbeitsplatz. „Seit Parship.at 2002 in Österreich gestartet ist, hat sich in puncto Verständnis und Akzeptanz der Online-Partnersuche sehr viel getan, mittlerweile kennt fast jeder jemanden, der im Internet einen Partner gefunden hat. Wir freuen uns, dass Parship als Österreichs größte Online-Partneragentur einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat und auch in Zukunft noch viele glückliche Beziehungen stiften wird“, so Martin Dobner, Senior Director International bei Parship.

Mingles – „es ist kompliziert“

„Das Phänomen der Mingles ist de facto nicht neu, gab es doch immer schon lose, unverbindliche Beziehungen, in denen sich Partner unabhängig und ohne Verpflichtungen zwar regelmäßig trafen, ohne jedoch gemeinsame Zukunftspläne zu schmieden. Für viele ist der Begriff Mingle ein willkommenes Attribut, da er gesellschaftlich eher als gewollt und selbst gewählt angesehen wird. Im Gegensatz zum Single- Dasein, das oftmals als ungewollte Lebensphase bzw. –Entscheidung konnotiert wird“, so Gerti Senger, Psychotherapeutin, Paartherapeutin und Klinische Psychologin. Knapp drei Viertel der Mingles sind mit ihrem derzeitigen Beziehungsstatus zufrieden, knapp die Hälfte hätte zwar gerne einen festen Partner, lässt aber alles auf sich zukommen und 12 Prozent sind aktiv auf der Suche nach einem Partner.

Gründe für das Mingledasein

Hierbei gehen Mingles aktiver und unternehmungsfreudiger vor als Singles. Mehr als die Hälfte gibt an, seit mehr als einem Jahr Mingle zu sein. Als Top 3-Gründe für das Mingle-Dasein werden „Es hat sich so ergeben“, „Ich will mich nicht fix binden“ und „Ich habe Angst, verletzt zu werden“ genannt. Immerhin 17 Prozent der Mingles haben mit ihrem Partner noch nie über die Art ihrer Beziehung gesprochen. „Knapp 60 Prozent der Mingles würden gerne mehr Zeit mit ihrem Partner verbringen – und das zeigt auch, wie groß die Gefahr ist, schnell in eine emotionale Zwickmühle zu gelangen“, so Senger weiter. Demnach ist die Stellung der Österreicher zum Mingle-Beziehungs- Modell eher skeptisch. Knapp 40 Prozent halten nichts davon und wollen lieber Verbindlichkeit. Mehr als ein Drittel ist der Meinung, dass so etwas nicht lange gut gehen kann, denn spätestens wenn Gefühle ins Spiel kommen oder einer „mehr will“, wird es kompliziert. 20 Prozent der Singles können sich allerdings vorstellen, selbst einmal diese Beziehungsform zu leben.

Fazit: Partnerschaft 2.0 will Stabilität & Exklusivität

Ob es früher einfacher oder schwieriger war, den richtigen Partner zu finden, darüber scheiden sich die Geister: 45 Prozent der Österreicher meinen „weder, noch“. 39 Prozent finden, es war früher einfacher, während 16 Prozent der Meinung sind, dass es schwieriger war. Als Gründe dafür, dass es aktuell einfacher ist, Mr. oder Mrs. Right zu begegnen, werden die große Anzahl an Möglichkeiten – unter anderem auch das Internet – genannt sowie der Wegfall gesellschaftlicher und familiärer Einschränkungen. Als erschwerende Faktoren werden hingegen der immer stärker werdende Trend zu Egoismus, Selbstverwirklichung und Unverbindlichkeit sowie unterschiedliche und sich stetig ändernde persönliche Lebensplanungen genannt - und dass man allgemein wählerischer und zögerlicher geworden ist, ganz nach dem Motto „es könnte ja noch etwas besseres kommen“.

„Wir alle sind aus Beziehungen entstanden. Der Wunsch, dies für uns selbst auch zu leben, Stabilität und Kontinuität vorzufinden, ist ein ureigenster Wunsch, der auch in Zukunft – unabhängig von gesellschaftlichen und partnerschaftlichen Trends – vorherrschen wird. Wie auch immer man dann sein persönliches Beziehungsmodell gestalten wird, der Wunsch nach etwas Exklusivem und Fixem ist nach wie vor jedenfalls da. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass man nicht mehr gezwungen ist, in einer passiven emotionalen Warteschleife zu verharren, sondern aktiv das eigene Beziehungsleben gestalten will“, fasst Gerti Senger die Ergebnisse zusammen.

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