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Ein Kuss ist (nicht) nur ein Kuss ...

Vom ersten Kuss, über den Filmkuss bis hin zur Sexualpraktik: küssen ist nicht gleich küssen.

Küssendes Paar Nicht bloß ein Kuss...  –   © fotolia

Dieser eine Moment, wenn das Gespräch verstummt und ein Blick in die Augen des anderen zu reiner Magie wird. Wenn die Gesichter sich dann langsam nähern und die Lippen schließlich in einer großen Erleichterung zum ersten Mal aufeinandertreffen - dieser erste Kuss einer großen Liebe ist es, an den wir uns oft ein Leben lang erinnern.

Und so schön und romantisch er eben ist, so wenig stellt man in Frage, dass der Kuss eine universelle Sprache ist - das eine Wort, das alle Kulturen verbindet. Doch weit gefehlt. Alexandre Lacroix, französischer Philosoph, Schriftsteller und Journalist, hat sich mit dem Kuss und seiner kulturellen Bedeutung beschäftigt und ist dabei auf erstaunliche Fakten gestoßen.

Regionale Unterschiede

Das Küssen auf den Mund, das bei uns ein Zeichen von Liebe und Zuneigung ist, kann zum Beispiel in den ländlicheren Gegenden einiger afrikanischer Staaten Ekel erregen. In Asien war der Kuss auf den Mund historisch betrachtet keine Geste der Zuneigung, sondern eine Sexualpraktik. Und auch heute küssen sich die Paare in China und Japan laut Studien nur einmal alle zwei Tage, während ein Paar in Frankreich und Italien sich ungefähr siebenmal am Tag küsst! Enorme Unterschiede, die zu der Frage führen, warum gerade in westeuropäischen Ländern Kuss und Zuneigung so untrennbar miteinander verbunden sind - Sex und Zuneigung sich jedoch durchaus voneinander abkoppeln lassen.

Die Geschichte

Bereits die Römer variierten die Art des Kusses. So gab es drei Worte für den Kuss: Basium für den familiären Kuss, Osculum als freundschaftlicher Kuss der Anerkennung und Suavium - der Kuss der Liebenden. Bezeichnend ist, dass es schon damals ein Zeichen von Achtung war, wenn man küsste. Der andere war ein Teil der Familie oder aus derselben Klasse - und so hätte ein römischer Bürger niemals einen Sklaven oder eine Prostituierte geküsst. Man vermutet, dass es Papst Innozenz III. war, der den Kuss irgendwann verbieten ließ. Doch bereits da hatten die Menschen den Kuss schon zu etwas Höherem und durch den Glauben Verbundenes erklärt, etwas, das - ähnlich wie die Liebe an sich - höher war als sie selbst. Vielleicht fühlt es sich deshalb so falsch an, jemanden zu küssen, wenn man aufgehört hat, ihn zu lieben. Richtig populär wurde der Kuss als Zeichen von Zuneigung und Liebe allerdings erst durch Filme wie "Vom Winde verweht". Dort war er lange Zeit eine Art Platzhalter für Sex und Erotik.

Auf die Technik kommt es an

Große Liebe beginnt also für viele immer noch mit dem Kuss. Neben Respekt, Achtung und dem Kribbeln im Bauch ist es aber auch die Technik, die darüber entscheidet, wie es weitergeht. Zuviel Speichel und ein ständiges Aufeinanderschlagen der Zähne, ein Herumwirbeln, dass einem schwindelig wird oder schüchterne Passivität - man kann so gut wie alles falsch machen. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Und wenn es nach einigen Biologen geht, so dient ein erster Kuss eh' nur dazu, genetische Informationen zu sammeln - und die wiederum zielen nur auf eines ab: genetisch möglichst widerstandsfähigen Nachwuchs zu zeugen.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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