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Sind lange Haare bei Männern schön?

An dieser Frage spalten sich die Geister: Sind langhaarige Männer nun besonders männlich oder doch richtige Weicheier?

Junger Mann mit längerem Haar Sind lange Haare sexy?  –   © fotolia

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und gerade im Fall langhaariger Männer stellt sich immer wieder die Frage: Schön oder einfach nur peinlich? Während es Frauen gibt, die bei langhaarigen Männern dahin schmelzen und sie für wandelnde Erotik halten, bezeichnen andere die lange Haarpracht als zu "weiblich" oder ihre Träger gar als "schwul".

Dabei gibt es durchaus eine Reihe berühmter Männer, die mit wallendem Haupthaar aufwarten und dabei nicht nur gut aussehen, sondern alles andere als schwul sind. So könnte man sich zum Beispiel nicht vorstellen, dass David Garrett ohne seinen Pferdschwanz auch nur annähernd so schön anzuschauen wäre, wie mit einer Kurzhaarfrisur, aber auch Brad Pitt, Tom Cruise und Orlando Bloom machten die langen Haare unter Hollywoods Männern salonfähig. Besonderen Spaß macht es allerdings, Vertretern der konservativen Zunft entgegenzusetzen: Jesus wäre nicht Jesus, wenn er Kurzhaar getragen hätte.

Status/Bedeutung

Lange Haare stehen für Natürlichkeit, für eine gewisse archaische Verbundenheit und wurden - abhängig von Land und Kultur - von jeher nach politischen, religiösen oder kulturellen Maßstäben interpretiert. So fand man bereits in der Bibel langhaarige Männer wie zum Beispiel Samson, der seine Kraft verlor, als man ihm das Haar abschnitt. Bei Mönchen hat die Glatze eine asketische Bedeutung, während sie für die Wikinger oder auch die griechischen Krieger ein Zeichen von Überlegenheit war: Letztere schnitten ihren unterlegenen Gegnern stets die Haare ab - auch von einigen indianischen Stämmen kennt man das so genannte "Skalpieren".

Politisch wurde es in den 70ern, als die Hippies demonstrativ gegen alles "Gebändigte" vorgingen und die Rebellion mit ihren wallenden Mähnen offen zur Schau stellten. Sie demonstrierten Unkonventionalität und das sichtbare Aufbegehren gegen gesellschaftliche Normen war eines ihrer Mittel zur Provokation. Dieser Trend hielt sich bis weit in die 80er Jahre hinein. Bands wie Europe oder Foreigner speisten ihre gesamte Aura aus den langen, glatten oder gelockten Frisuren und den nackten Oberkörpern.

Heute tragen vor allem Rocker oder Angehörige der Mittelalter- oder Gothic-Szene ihr Haar überwiegend lang, aber auch in konventionelleren Kreisen ist ein Pferdeschwanz längst nicht mehr verpönt. Heute ist langes Haar jedoch weniger eine politische Aussage als vielmehr ein modisches Statement.

Auf das Haar kommt es an

Ob man auf langhaarige Männer steht oder sich lieber in kurzen Wuschelhaaren verliert, bleibt natürlich Geschmackssache. Dennoch ist langes Haar nicht gleich langes Haar - in letzter Instanz kommt es nur auf eines an: Das Gesamtbild muss stimmen. Der Mann muss sich wohlfühlen mit sich und seiner Frisur, und je wohler er sich fühlt, desto authentischer ist er. Wie bei allen Mode- oder Unmode-Erscheinungen macht es keinen Sinn, einem Trend zu folgen oder sich ihm aus Prinzip entgegenzustellen. Doch wer sich für langes Haar entscheidet, der sollte darauf achten, dass es stets gepflegt ist. Wem das zu viel Arbeit ist, der sollte bei der - meist praktischen - Kurzhaarfrisur bleiben. Denn nichts ist schlimmer, als langes, fettiges oder strähniges Haar.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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