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Vom Umgang mit den Macken des Partners

Die Schrullen und Macken des Partners können Gegenstand kleiner Neckereien sein - oder aber die Beziehung ernsthaft gefährden. Aber wann ist es wirklich sinnvoll, sich zu trennen?

Frau putzt ein Treppengeländer Hat sie einen Putztick?  –   © fotolia

"Nobody is perfect" - ein viel zitierter Ausspruch, der meist dann verwendet wird, wenn es um die eigenen Unzulänglichkeiten geht. Betrifft es jedoch Verhalten und Charakter anderer Menschen, so sind wir längst nicht so großzügig, wie mit uns selbst.

So gut wie jede Partnerschaft kommt irgendwann an den Punkt, an dem die erste Verliebtheit sich zusammen mit den Schmetterlingen aus dem Staub gemacht hat und die Macken des anderen zu Tage treten. Ob das nun ein nerviges Augenzucken ist, die weitläufige Sockenlandschaft in der Wohnung oder aber das penetrante Nachwürzen des mit Liebe gekochten Essens - es sind schon große Lieben an scheinbaren Kleinigkeiten zerbrochen. Pauschal lässt sich das natürlich weder verurteilen noch befürworten. Denn zum einen kommt es auf die jeweilige Macke an und zum anderen darauf, wie weit sie das Zusammenleben tatsächlich negativ beeinflusst. Wenn jemand nachts schnarcht, dass die Wände beben, lässt sich eine Lösung finden, indem man getrennte Schlafzimmer einführt oder den Schnarcher mal ärztlich durchchecken lässt. Besteht die Macke aber darin, dass der Partner nach der Arbeit direkt auf der Couch landet und den Rest des Abends vor dem Fernseher versackt, können die Auswirkungen für die Beziehung sehr viel verheerender sein. Denn wenn gemeinsame Unternehmungen flach fallen, die Kinder vernachlässigt werden und der Haushalt allein an einem Partner hängenbleibt, läuft etwas gewaltig schief.

Eine Frage der eigenen Form

Tatsächlich aber hängt es oft vom eigenen Wohlbefinden ab, ob und wie man mit den Macken des Partners umgeht. Stellen Sie sich vor, Sie hatten einen wunderbaren Tag im Büro, Ihre Arbeit fand beim Chef Anerkennung und in der Mittagspause haben Sie in der Sonne gesessen und mit Kollegen gelacht. Wenn Sie dann nach Hause kommen, werden Sie wahrscheinlich weder den hässlichen Jogginganzug Ihres Partners bemerken, noch seinen nervigen Räuspertick. Es geht Ihnen gut, was kümmern Sie da die Schrullen des Partners?

Anders hingegen, wenn Sie morgens schon mit Kopfschmerzen aufwachen, Zukunftsängste Sie plagen oder Sie einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden sind. Dann kann der Putztick Ihrer Frau Sie zur Weißglut bringen und die offene Zahnpastatube zum Trennungsgrund avancieren.

Und genau diese Wechselwirkung sollten Sie bedenken, wenn es für Sie darum geht, ob Sie mit den Schrullen Ihres Partners leben können oder ob er vielleicht doch nicht der Richtige ist für Sie. Eine Trennung muss nicht per se falsch sein, es gilt nur gut abzuwägen, bevor Sie etwas wegwerfen, was Sie nur aus den eigenen Launen heraus auf die Palme bringt. Denn betrachten Sie es einmal realistisch, so werden Sie keinen Partner finden, der ohne Fehler ist. Kleine Angewohnheiten, unterschiedliche Prioritäten oder eine andere Sicht auf das Leben sind es, die uns zu Menschen machen. Wirklich entscheidend für das Glück einer Partnerschaft sollten nicht die alltäglichen Nichtigkeiten sein, sondern die Fähigkeit zu reflektieren und gemeinsam zu wachsen - und dazu gehören vor allem Kritikfähigkeit und Toleranz.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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