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Wie Schweigen die Beziehung rettet

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold - und kann sogar die Beziehung retten. Wie die richtige Dosis Schweigsamkeit zu einer guten Partnerschaft beitragen kann, und warum fühlen besser ist als reden.

Paar schweigend-liebend in Hängematte Traute Zweisamkeit ohne Worte  –   © fotolia

Jahrzehntelang hat man uns eingebläut, dass Kommunikation das oberste Gebot einer erfüllten Beziehung sei. Reden, diskutieren, zuhören und verstehen - und damit den Missverständnissen begegnen, die in jeder langen Beziehung früher oder später auftreten. Patricia Love und Steven Stosny können darüber nur den Kopf schütteln. Sie sind die Autoren des Buches, das genau das Gegenteil behauptet.

In "Schatz, wir müssen gar nicht reden" vertreten sie die Grundthese, dass zwanghafte Diskussionen in einer Beziehung diese eher verschlechtern, anstatt sie zu verbessern. Eine gewagte Aussage. Doch ihre Erklärungen klingen plausibel.

Nähe versus Offenheit

Für Frauen ist das viele Reden über Gefühle ein Weg, sich ihrem Partner nahe zu fühlen. Sie stellen durch emotionale Gespräche eine Bindung zu anderen Menschen her. Bei Männern ist es genau umgekehrt. Für sie ist es essentiell, dass diese Bindung schon da ist, damit sie sich öffnen und über ihre Gefühle sprechen können.

Ein Dilemma, das sich in der Art des Fühlens und der Art und Weise, Konflikte zu führen, fortsetzt: Laut Love und Stosny haben Männer ein weniger weit reichendes emotionales Vokabular als Frauen. Die Fähigkeit, gleichzeitig zu sprechen und zu fühlen ist bei ihnen geringer ausgeprägt, weil ihr Gehirn darauf ausgelegt ist, sich auf eine Sache zur Zeit zu konzentrieren. Frauen hingegen reagieren genau auf diese scheinbare "Gefühlskälte" des Mannes in Diskussionen und Streitsituationen sehr emotional, weil es sich für sie wie Liebesentzug anfühlt, auf den sie rein evolutionsbedingt sehr sensibel reagieren.

Das Geheimnis

Den Ausweg aus diesem Geschlechter-Dilemma sehen die Autoren darin, sich auf das zu besinnen, was eine gute Partnerschaft ausmacht: die emotionale Verbindung zueinander. Und die ist nonverbal. Für den Streitfall bedeutet dies, nicht stoisch auf den eigenen Standpunkten zu beharren, sondern anzuerkennen, dass beide Sichtweisen richtig und lediglich geschlechtsbedingt sind. Anstatt sich also innerlich vom Partner zu distanzieren, raten die Autoren dazu, sich ihm zuzuwenden, über den eigenen Schatten zu springen und herauszufinden, was ihn belastet. "Anerkennung" ist hier das Zauberwort.

Die tägliche Dosis Liebe

Um den Zweifeln an der Liebe jedoch langfristig den Wind aus den Segeln zu nehmen, haben Patricia Love und Steven Stosny die sogenannte "Power-Liebes-Formel" entwickelt. Dieses Prinzip basiert auf drei Punkten, die genauso einfach wie schön sind: Da ist zum einen der Vorsatz, dem Partner täglich zu zeigen, dass man ihn liebt - ob dies mit Küssen, Umarmungen oder Blicken geschieht, ist egal, Hauptsache, Sie machen es nonverbal. Der zweite Punkt rät zu sechs Umarmungen täglich, die insgesamt sechs Minuten dauern und das Bindungshormon anregen sollen. Und als letzten Punkt empfehlen die Autoren, sich fünfmal täglich gute Gedanken an den Partner zu machen. Denn auch in der Abwesenheit des Partners lässt sich die Beziehung stärken.

Vielleicht reden wir ja wirklich manchmal zu viel. Immerhin ist Liebe ein Gefühl, das sehr lebendig ist. Darüber zu reden ist wahrscheinlich genauso klug, wie sich eine Mahlzeit anzuschauen und zu glauben, dass man davon satt würde.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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