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Wie wahr ist die große Liebe?

Der Mythos der großen Liebe - ist er realistisch oder überholt? Und wie viele große Lieben hat ein Leben?

Paar im Herbstwald Gibt es die große Liebe wirklich?  –   © fotolia

Wie alt mag er sein, der Glaube an den perfekten Partner, der als Gegenstück zu einem selbst irgendwo da draußen auf die Fügung des Schicksals wartet? Als Notwendigkeit und Antrieb für die Liebe so alt wie die Menschheit selbst? Oder ist dieser Glaube das religiöse Erbe unserer Vorfahren, in dem stets von der Zweisamkeit im menschlichen Miteinander die Rede ist?

Wo auch immer seine Ursprünge liegen - der Traum von der einen, wahren und großen Liebe hat die Zeit bis heute überdauert. Zu wissen, dass es irgendwo den passenden Partner gibt, lässt viele Menschen auch in der tiefsten Einsamkeit daran festhalten, dass diese nur temporär ist.

Die Romantik dieses Gedankens hat aber auch ihre Schattenseiten. Vor allem die Menschen, die einfach nicht den passenden Partner finden und von einem Beziehungsdesaster in das nächste schlittern, setzen sich enorm unter Druck. Mit der Vorstellung von der einzig wahren Liebe wird nämlich oft auch eine Art Automatismus assoziiert: Wenn man sein Gegenstück nur findet, dann geht der Rest fast von allein - blindes Verständnis füreinander, ein ähnlicher Lebensstil, dieselben Werte und Erwartungen an das Leben und normale Streitigkeiten, aber keine tiefen Krisen. Schön wäre es, aber leider ist das ein Irrglaube, der viele Menschen zu schnell aufgeben lässt, wenn es mit dem Partner zu immer wiederkehrenden Konflikten kommt.

Große Liebe versus Perfektion

Eine große Liebe kann vieles, aber eines ganz sicher nicht: sich durch Perfektion auszeichnen. Der Mensch bleibt ein Mensch, mit Ecken und Kanten, Vorlieben und Erfahrungen, Wünschen und wunden Punkten - und einer Welt, die sich weiter und weiter dreht und auf der das Leben nicht verharrt. Mit dem Partner perfekt zu harmonieren und alle Konflikte rasch zu lösen, ist also ein Anspruch, der utopisch ist.

Die ganz große Liebe zeichnet sich vielmehr dadurch aus, dass sie wie eine Laterne in den Wirren des Lebens voranschreitet. Sie ist die Basis des Miteinanders, schweißt zusammen und findet den Weg aus der Krise. Sie gibt den Ton an, der die Musik macht, und ist das Quäntchen Unbesiegbarkeit, das zwei Menschen miteinander brauchen, wenn sie in einer Beziehungskrise stecken.

Die große Liebe erkennt man daran, dass der Zweifel keine Chance hat - egal, wie heftig ein Streit oder wie tief eine Krise ist.

Die Mär von der Quantität

Es war das Monopol, das die "große Liebe" auf ein Leben hatte, das ihren Mythos ausgemacht hat. Doch das Leben funktioniert anders. Der Mensch verändert sich stetig, bleibt nie derselbe - und so muss auch die Liebe nicht immer dieselbe sein. Das Wort "Lebensabschnitts-Partner" ist manchmal vielleicht gar nicht so verkehrt, wie wir glauben und den Bedingungen unserer Zeit angemessen.

Aber egal, ob Sie an die eine große Liebe des Lebens glauben oder daran, dass Liebe sich mit dem Menschen verändert: Geben Sie einfach zu jeder Zeit alles und Liebe wird sich immer groß anfühlen.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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