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Partnerschaft

Der Irrtum der Liebe

Wer die Liebe zur Projektionsfläche seiner Probleme macht, legt sie in Ketten.

Glückliches Paar Projektionen zerstören die Harmonie  –   © fotolia

Menschen, die sich auf die Suche nach einem Partner für ein gemeinsames Leben machen, gehen vor allem einem Grundbedürfnis nach. Der Mensch ist nicht dafür geschaffen, als Einzelgänger durchs Leben zu gehen. Er braucht die Gemeinschaft in einem Verbund aus Menschen, die ihm nahestehen. Die Liebe als eine der engsten Formen von Nähe ist dabei für viele das Lebensziel Nummer eins:

Gemeinsam durch dick und dünn zu gehen, den Alltag und seine Sorgen zu teilen und auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten.

Doch manchmal gerät dieser Traum außer Kontrolle. Es beginnt damit, dass der Partner nicht als eine Ergänzung im Leben, sondern als Art Erweiterung des eigenen Selbst empfunden wird. Nicht die Liebe um ihrer selbst willen wird angestrebt, sondern um bestimmte Funktionen zu erfüllen. Und je länger die Suche nach Mr. oder Mrs. Right dauert, desto mehr Eigendynamik gewinnt das Ganze. Menschen, die diesem Irrtum der Liebe aufsitzen, haben vor allem zwei Ansätze:

Die Beziehung als Projektionsfläche

Eines der schönen Dinge einer Partnerschaft ist die Tatsache, ein Gegenüber auf Augenhöhe zu haben, dem man seine persönlichsten Gedanken und Probleme anvertrauen kann. Der Rat einer außenstehenden Person ist Gold Wert - vor allem dann, wenn man sich in seinen eigenen Gedankenmustern verstrickt hat und auch emotional nur noch im Kreis dreht. Doch mehr als ein Spiegel zu sein und Impulse zu geben, kann und sollte ein Partner nicht leisten. Sein Lebensglück von dem Erfolg bei der Partnersuche abhängig zu machen, kann fatal sein, weil die Abwesenheit von Liebe mehr und mehr als Schlüssel aller Probleme gesehen wird. Frei nach dem Motto: "Wenn ich erst wieder in einer Beziehung bin, dann löst sich auch meine Unzufriedenheit und Unentspanntheit auf", etc. Natürlich ist das Leben mit Liebe schöner, aber es sollte zur Not auch ohne gehen. Denn nur dann kann die Liebe frei und unbeschwert bleiben - als Projektionsfläche hat sie es unnötig schwer.

Der Partner als Erlöser

Ein zweiter Ansatz ist die Gefahr, sich das Bild des Traumprinzen oder der Traumfrau in allzu bunten Farben auszumalen. So blühend die Fantasie auch ist: Der zukünftige Partner wird nicht mehr sein, als ein Mensch, in keinem Fall aber ist er ein Erlöser und Erretter. Doch genau dieser Version jagen die Leute nach, die der Liebe eine irrtümliche Aufgabe zuordnen. Für sie unterliegt der Partner dem Bild des Traumprinzen mit Option auf ein sorgenfreies Leben. Er ist nicht nur perfekt, nein, er ist zu 200% das, was sie sich vorstellen und brauchen. Kommt er dann im Gewand der Normalität, ist die Enttäuschung groß und es wird die Reißleine gezogen, noch ehe sich aus einem ersten Treffen eine Begegnung entwickeln kann.

Der Verlust einer realistischen Vorstellung von Liebe kann dazu führen, dass diese Menschen nicht nur lange allein bleiben, sondern vor allem auch immer unglücklicher werden. Die einfachste Frage, um sich wieder auf den Weg zu realistischen Maßstäben zu machen, ist: Wenn man selbst nicht perfekt ist, wie kann man es dann von seinem Partner erwarten?

Lea-Patricia Kurz /Parship

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