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Partnerschaft

Der Teufelskreislauf unserer Beziehungsmuster

Viele Menschen scheitern in ihren Beziehungen immer wieder an demselben Punkt - ein Phänomen, dem auf die Schliche gekommen werden kann.

Frau und Partner in Beziehungskrise Beziehungsmuster können fatal sein  –   © fotolia

Am Anfang jeder Liebe stehen Licht und Hoffnung. Alter Kummer scheint vergessen, genau wie die durchlebten dunklen Stunden nach einer zerbrochenen Liebe. Alles, was zählt, ist die junge Liebe, die so aussichtsreich erscheint, wie keine vor ihr. Aber auch wenn wir es im Taumel der neuen Liebe nicht sehen wollen - wir tragen mehr Altlasten in eine neue Beziehung hinein, als ihr vielleicht gut tut.

Und nicht selten scheitern die Beziehungen eines Lebens an den ewig gleichen Tragödien. Was bleibt, sind die Klagerufe und das Gefühl: "Es sind doch eh' alle gleich." Aber woran liegt es, dass wir in unseren Partnerschaften immer und immer wieder an denselben Punkt kommen?

Eigene Muster

Zunächst einmal bringt jeder der Partner seine eigenen, ganz individuellen Muster mit in die Partnerschaft. Das sind eigene Verhaltensweisen, die wir uns im Laufe des Lebens angeeignet haben und die das Ergebnis oft tiefgreifender, emotionaler Erfahrungen sind. So kann zum Beispiel ein Mensch, der als Scheidungskind groß geworden ist, als Erwachsener unter großen Verlustängsten leiden. Diese werden in die Beziehung hineinprojiziert und können dazu führen, dass ein großes Bedürfnis nach emotionaler Sicherheit besteht. Die Folge kann ein von Eifersucht geprägtes Verhalten sein oder aber das genaue Gegenteil: ein großer Freiheitsdrang, der verhindern soll, dass man sich zu sehr bindet, um im Fall der Fälle nicht wieder so verletzt zu werden.

Psychologisch sehr kennzeichnend ist die Tatsache, dass wir uns nicht selten Menschen suchen, die unsere Muster begünstigen. Wohl jeder hat schon mal von der Theorie gehört, dass Frauen, die einen alkoholsüchtigen Vater hatten, dazu tendieren, sich später einen Mann zu suchen, der ebenfalls suchtkrank ist.

Übertragung von Erfahrung

Etwas weniger unbewusst verhält es sich mit den Erfahrungen, die wir aus vergangenen Beziehungen mitnehmen. Hier handelt es sich eher um Vorurteile, die wir pflegen, um nicht noch einmal in dieselbe "Falle" zu tappen. Denn wer beispielsweise mit einem vielreisenden Geschäftsmann liiert war und regelmäßig betrogen wurde, wird sich automatisch daran erinnert fühlen, wenn auch die neue Liebe geschäftlich viel unterwegs ist.

Aus dem Kreislauf ausbrechen

Wer sich immer wieder an derselben Hürde einer Liebe findet, sollte sich daran machen, die Aufgaben zu lösen, die ihm sein Leben stellt. Vielleicht ist es ein Trick unserer Seele, uns ungelöste Aufgaben so lange wieder vorzusetzen, bis wir sie verstanden haben und an ihnen wachsen.

Ein erster Schritt ist es, sich die Dinge bewusst zu machen - und so schwer es auch ist, versuchen Sie, jeder Liebe eine neue Chance zu geben. Hilfreich und auch vertrauensfördernd kann es sein, wenn sie wunde Punkte aus vergangenen Beziehungen schon zu Beginn Ihrer neuen Partnerschaft ansprechen. Ihr Partner kann dann Ihre Reaktion besser verstehen, als wenn Sie - für ihn vielleicht unerklärlich - sensibel reagieren oder solche Situationen von vornherein vermeiden.

Tiefsitzenden psychologischen Mustern, die meist im Unterbewusstsein stattfinden, ist es schwerer beizukommen, auch wenn Sie über ein gut ausgeprägtes Reflexionsvermögen verfügen. Hier ist es ratsam, sich professionelle Hilfe in Form eines Therapeuten zu suchen.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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