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Partnerschaft

Die erste Liebe

Die erste Liebe vergisst man nie. Für manch einen ist sie die Erinnerung an etwas Großes, für einen anderen mit einem Schauder verbunden.

Romantischer Kuss vor umwerfender Kulisse Die erste Liebe prägt uns alle  –   © fotolia

Der erste Kuss verändert viel. Die meisten werden wahrscheinlich lächelnd zurückdenken an die Zeit der ersten Erfahrungen: Alles, was man bis dahin über Liebe und Sexualität wusste, versteckte sich hinter einem nebulösen Schleier aus Fantasie und theoretischen Fakten, der sich erst lüftete, als die Lippen sich berührten. Und frisch geküsst dachte man, das Geheimnis nun zu kennen.

Aber weit gefehlt, denn weder die Aufklärung durch Eltern oder Schule noch durch Medien kann einen auf das vorbereiten, was passiert, wenn man sich das erste Mal verliebt: Wo nach dem ersten Kuss bereits einiges anders ist, steht die Welt nach der ersten Liebe Kopf. Und nicht selten prägt sie für ein Leben.

Fortsetzung folgt

So ging es auch Max. Er war fünfzehn, als er seine erste Freundin auf dem Schulhof sah. Gefühlte Monate, aber tatsächlich nur ein paar Wochen dauerte es, bis die beiden ein Paar wurden. Sie war siebzehn und einfach schon sehr erwachsen. Max hingegen war noch mehr Kind, als er sein wollte, war verträumt, naiv und wenig mutig, was die Beziehung anging. Als diese wegen eines älteren Jungen zerbrach, zerbrach auch sein Herz. Bis heute reagiert Max abwehrend, wenn er ältere Frauen kennenlernt. Ein Herz lässt sich (eben) nicht reparieren ...

Reflexion erwünscht

Schlechte Erfahrungen können sich einprägen wie ein Brandmal. Ähnlich einem Geist vergangener Zeiten schweben sie herbei, kaum dass eine neue Liebe am Horizont erscheint. Denn wer tief verletzt wurde, wird alles dransetzen, eine Wiederholung desselben Erlebnisses auszuschließen. Diese Schutzmechanismen entstehen meist ganz unbewusst. Umso wichtiger, sich auch in einer Beziehung immer wieder zu reflektieren - sich und den anderen zu spiegeln, und gemeinsam zu heilen.

Der Fluch des Maßstabs

Sophie spricht über ihre erste richtige Liebe etwas wehmütig. Dass alles, was vor Basti war, sich gar nicht wie Liebe angefühlt hätte und alles danach an ihm gemessen wurde. Mitte zwanzig waren beide und sie blieben drei Jahre zusammen. Er war ein Macher, sie eine Denkerin. An dieser Unterschiedlichkeit wuchsen sie - und rieben sich auf. Die Liebe war leidenschaftlich und bewegt und blieb in tiefer Erinnerung.

Die erste Liebe kann zum Maßstab werden. Zumindest die zweite Liebe wird sich an ihr messen müssen. Und erst mit den Jahren und steigender Lebenserfahrung wird einem bewusst, dass eigentlich jede Liebe anders ist und man selbst auch immer wieder anders liebt. Im Schmerz einer Trennung ist man sich meist aber sicher: So werde ich nie wieder lieben. Und es stimmt. Denn niemals wieder werden Sie der Mensch sein, der zu dem bestimmten Zeitpunkt den einen bestimmten Menschen geliebt hat.

Wer reift und an sich arbeitet, nicht stillsteht, sondern das Leben als Prozess des Lernens begreift, der wird erkennen, dass nicht nur die Liebe sich ändert, sondern im Wechselspiel mit ihr auch die eigene Persönlichkeit. Die allererste Liebe aber, die bleibt. Weil sie einmalig war und ohne Konkurrenz.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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