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Partnerschaft

So nah und doch so fern

Wo die Liebe hinfällt, da macht sich keiner Gedanken über ihre Zukunft - und das ist ja eigentlich auch richtig so. Dennoch kann es in Fernbeziehungen immer zu Schwierigkeiten kommen, die es so in einer "Nahbeziehung" nicht gibt.

Frau schaut Flugzeug nach Große, ferne Liebe  –   © fotolia

Frisch Verliebte sollen das Kribbeln genießen, die Schmetterlinge fliegen lassen und einfach den Moment leben. Doch wer in eine Fernbeziehung hineingerät, dem wird es nicht gerade leicht gemacht. Gut, wenn man weiß, was auf einen zukommen kann - und dass die Probleme ihre Ursache nicht zwingend in der Liebe selbst, sondern vielleicht einfach nur in der Entfernung haben.

Der Anfang

In der Kennenlernphase macht sich die Entfernung besonders schmerzlich bemerkbar. In dieser Zeit ist die Sehnsucht groß, die Beziehung jedoch auch sehr fragil. Man weiß noch nicht, wie man zueinander passt und ob aus dem Verliebtsein Liebe wird. Eine Beziehung zu festigen erfordert Arbeit. Arbeit, die erschwert wird, wenn man dem spontanen Drang, sich zu sehen oder zu fühlen, nicht so nachgehen kann wie man will. Die Kennenlernphase zieht sich hin und manch einer fühlt sich, als führe er ein Doppelleben.

Konflikte

Gerade bei Auseinandersetzungen und Streits kann die Ferne schmerzen, denn diese Situationen erfordern eigentlich, dass man sich gegenübersitzen und in die Augen sehen kann. Missverständnisse am Telefon oder per Skype zu klären, ist einfach nicht dasselbe. Abgesehen davon, dass man um die schönen Stunden der Versöhnung gebracht wird, wenn schließlich alles ausdiskutiert und geklärt wurde.

Druck

Die gemeinsamen Tage sind rar und so ist der Druck besonders groß, dass diese unbedingt gelingen mögen. Guter Sex ist ein Muss und jeder kleine Konflikt wird vermieden. Denn wer sich streitet, eine halbe Stunde, bevor der Flieger geht, hat wenig Zeit, das noch grade zu biegen. Gesund ist dieses Verhalten natürlich nicht für eine Beziehung. Es wird mit der Zeit verkrampft und aufgesetzt.

Alltag

Auf Distanz ist es schwieriger, den Partner in den Alltag zu integrieren. Das kann einerseits gut sein, weil Alltag ja auch eine gewisse tödliche Routine entwickeln kann, andererseits droht der Partner auch in einer Parallelwelt zu versacken. All die Kleinigkeiten aus einem gemeinsamen Alltag bleiben dem Paar verwehrt und können später nur erzählt werden. Der theoretische Anteil so einer Beziehung ist groß.

Mehr Austausch

Allerdings kann sich auch eine ganz andere Form der Nähe entwickeln, da man mehr telefoniert, sich schreibt und austauscht. Wo andere vielleicht zu schnell gemeinsam bei Chips und DVD auf der Couch versacken, bleibt Paaren in einer Fernbeziehung nur der Austausch und das Reden.

Kreativität

Paaren, die in einer Fernbeziehung leben, deren Situation sich kurzfristig nicht ändern lässt, bleibt also eigentlich nur eines: Seien Sie kreativ, um sich so nahe wie möglich zu sein! Die einen schalten den Partner live und in Farbe per Skype zu Omas Geburtstags-Kaffee hinzu, die anderen schicken sich täglich ein Foto, das eine symbolische Bedeutung für ihren Tag hat. Und manche stehen zur selben Zeit auf und telefonieren beim gemeinsamen Frühstück.

Wo die Liebe ist, ist auch ein Weg.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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