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Partnerschaft

Können Stubenhocker und Partymaus glücklich sein?

Wenn zwei Menschen zu unterschiedlich sind, kann die Beziehung auf eine harte Probe gestellt werden. Ihr Ende muss das jedoch noch lange nicht sein.

Junge, tanzende Frau Wenn sie Partys liebt und er nicht ...  –   © fotolia

Der Traum von der großen Liebe ist der Traum davon, Freud und Leid zu teilen, auf eine gemeinsame Zukunft zu blicken und nicht mehr einsam zu sein. Doch in einer Partnerschaft zu leben, bedeutet auch, dass in schwierigen Zeiten Abstriche gemacht werden müssen. Viele Bereiche des Lebens überschneiden sich und bergen somit eine gewisse Abhängigkeit zu einem anderen Menschen.

Herrscht hier ein Ungleichgewicht, so kann es zu Problemen kommen.

Das Ungleichgewicht

So ein Ungleichgewicht besteht zum Beispiel dann, wenn einer der Partner sich mehr und mehr aus dem (gemeinsamen) sozialen Umfeld zurückzieht, während der andere weiter im Außen bleibt oder sogar verstärkt dorthin strebt. Bei Ilse (43) und Thomas (42) ist genau das passiert. Während sie als Krankenschwester gern unter Menschen ist und viel mit Freunden etwas unternimmt, zieht er als Bauingenieur sich mehr und mehr zurück. Sein Beruf fordert ihn geistig sehr, so dass er die Ruhe am Abend bei einem guten Buch oder einem Gespräch genießen möchte. Beide haben das Gefühl, der andere entfernt sich mehr und mehr aus ihrem Leben.

Problem oder nicht?

Aus dieser Unterschiedlichkeit muss jedoch nicht immer zwingend ein Problem entstehen. Viele Paare haben sich so kennengelernt und können ein Leben lang damit umgehen, dass ein Part sozial aktiver ist als der andere - für viele ist dies sogar die Basis ihrer Liebe. Bei anderen entwickelt sich diese unterschiedliche Dynamik erst im Laufe der Beziehung oder wird erst mit der Zeit zu einem Problem. Dann nämlich, wenn einer der beiden Partner versucht, den anderen auf "seine Seite" zu ziehen - sprich, zu mehr Aktivität nötigt oder aber den Partner zu isolieren versucht.

Die Methoden

Die Mechanismen, mit denen versucht wird, den Partner dazu zu bringen, den eigenen Lebensstil anzunehmen, laufen meist unbewusst ab und sind selten böse gemeint. Eine Methode ist die emotionale Erpressung: "Wenn du weiter so viel weggehst, such' ich mir jemand anderen." Eine andere das Klammern, oder Lethargie und Trauer, die immer genau dann einsetzen, wenn der andere zu einer Party aufbrechen will. "Lass mich jetzt nicht allein", ist dabei noch eine harmlose Formulierung.

Der Umgang damit

Unterschiedlichkeit ist nicht zwingend ein K.-O.-Kriterium für eine Beziehung, auch das Aufeinanderzugehen kann man wiedererlernen. Toleranz und Respekt sind in so einem Fall die rettenden Werte. Nur wer es schafft, den Partner so zu akzeptieren, wie er ist, ohne dessen Verhalten auf sich selbst zu beziehen, kann einen schönen Abend zu Hause verbringen, während der Partner das Tanzbein mit anderen schwingt. Aber auch umgekehrt ist das gute Gefühl wichtig: Wer ausgeht, aber ständig daran denkt, wie schön es wäre, den anderen dabei zu haben, wird sein Sozialleben nicht in vollen Zügen genießen können.

Den Partner hin und wieder zu mehr Aktion zu motivieren oder ihn zu einem gemütlichen Abend zu überreden ist für eine Beziehung wichtig und entspricht auch der gesunden Dynamik eines Miteinanders. Ändern aber kann man einen Partner nur insoweit, wie er sich selbst ändern will. Reicht einem das nicht aus, bleibt nur die Trennung.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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