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Warum Liebe ohne Empathie nicht geht

Empathie dominiert unser tägliches Miteinander, und obwohl sie für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen so essentiell ist, sind wir uns ihrer Bedeutung oft nicht bewusst.

Paar umarmt sich Empathie und Liebe: ein Traumpaar  –   © fotolia

Wenn Eltern sich schlaflos durch die Nacht quälen, weil das Kind in der Schule gemobbt wird und weinend nach Hause kommt, wenn wir in Tränen ausbrechen, weil wir im Fernsehen Bilder vom Krieg sehen oder unser Herz vor Freude hüpft, weil der Bruder die wichtige Prüfung bestanden hat - dann ist Empathie im Spiel. Es ist die Empathie, die uns einander nahe fühlen lässt.

Ohne unsere Fähigkeit zum Mitgefühl wäre geteiltes Leid niemals halbes Leid.

Was ist Empathie

Doch was genau macht Empathie eigentlich aus? In erster Linie geht es darum, sich in den anderen einfühlen zu können. Empathische Fähigkeiten zu haben, bedeutet zum Beispiel, die Not und Bedürfnisse eines anderen zu erkennen, ihm Trost spenden und seinen Schmerz lindern zu können. Ein Mensch mit hoher Empathie spürt aber nicht nur den Schmerz eines anderen, als wäre es sein eigener, sondern teilt auch dessen Freude - mit dem Gehirn. Denn dort sitzen die so genannten "Spiegelneuronen", die das, was wir sehen, umwandeln in das, was wir fühlen oder machen würden, wenn wir selbst in derselben (Erlebnis-)Situation wären.

Vor allem die Liebe profitiert von Empathie und Einfühlungsvermögen. Schließlich ist es der Partner, dem wir das größte Vertrauen schenken und mit dem wir die intimsten Momente teilen. Wüssten wir nicht, dass er uns versteht, wenn es uns schlecht geht, wäre eine Beziehung gar nicht möglich. Umso wichtiger ist es, unsere Fähigkeiten zum Mitfühlen ständig aufzufrischen und zu trainieren.

Übung macht den Meister

Es mag Sie überraschen, doch obwohl die Fähigkeit angeboren ist, sich in die Emotionen anderer Menschen hineinzuversetzen, hängt die Ausprägung dieser Eigenschaft von unserer Erziehung und später von unserer Arbeit an uns selbst ab.

Prägend ist dabei natürlich das Elternhaus. Wer bei mitfühlenden Eltern aufwächst und Liebe und Einfühlung erfährt, dem wird es später leichter fallen, dies im Umgang mit anderen selbst zu leben. Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche hingegen, die in einem gewalttätigen Umfeld aufwachsen, schon aus Gründen des Selbstschutzes abstumpfen. Und doch gibt es Mittel und Wege, das Mitgefühl zu trainieren - gerade in der Beziehung.

Stabilität durch Empathie

Entscheidend ist dabei der Umgang miteinander: die Fähigkeit, zuzuhören, den anderen beim Sprechen anzublicken und ihn ausreden zu lassen, nachzufragen, wenn man etwas nicht versteht und sich mit dem Gesagten nicht nur rational, sondern auch emotional auseinanderzusetzen. Was bedeutet die Kündigung für meinen Partner? Oder warum ist es ihm so wichtig, in diesem Streit Recht zu haben?

Voraussetzung für ein partnerschaftliches Mitgefühl sind dabei Respekt und die Bereitschaft, die Meinung und Sichtweise des anderen anzuerkennen, auch wenn sie von den eigenen abweichen. Wer hinter die ersten Reaktionen eines Streits schaut und versucht, Standpunkt und Argumente des Partners zu verstehen, wird schnell feststellen, dass Meinungsverschiedenheiten nicht gleich im Streit enden müssen. Die Beziehung wird durch das Einfühlen in den anderen stabiler und lässt sich nicht mehr so leicht durch Konflikte erschüttern.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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