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Partnerschaft

Wenn die Liebe an Anziehungskraft verliert

Auch die Liebe kommt irgendwann in die Jahre - und viele Menschen überfordert die Erkenntnis, dass der Partner auf sie nicht mehr anziehend wirkt.

Paar im Bett, voneinander abgewandt Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat  –   © fotolia

Am Anfang einer großen Liebe steht die Spannung. Es ist eine Zeit voller Glück und Schmetterlinge, in der zwei Menschen sich gemeinsam etwas aufbauen: zunächst emotional, später auch materiell. Der andere erscheint wie ein Neuland, in dem man als exklusiver Gast geladen ist. Die Gefühle sind überschwänglich, der Zusammenhalt wird täglich größer.

Oft ertappt man sich in dieser Zeit dabei, wie man still und voller Dankbarkeit denkt, was für ein unverschämtes Glück man doch hat. Aber die Jahre gehen ins Land, Alltag, Gewohnheit und das Gefühl, den anderen in- und auswendig zu kennen, treten an die Stelle aufregender Gefühle. Man kann sich zwar blind auf den anderen verlassen, aber was zu Anfang so spannend und anziehend war, ist nun bekannt und alltäglich, die sexuellen Vorlieben sind ausgelotet und der Akt der Liebe verläuft selten überraschend und ist im schlimmsten Fall nur noch eine Pflichtübung.

Was bedeutet es für die Beziehung, wenn der eigene Partner immer weniger anziehend auf einen wirkt und die Liebe sich nur noch flau anfühlt?

Der Lauf der Dinge

Sie ist wahrscheinlich ein Mythos, die Liebe, die täglich mit einem Kribbeln in den Tag startet, der mit grandiosem Sex endet und von endloser Sehnsucht nacheinander getragen wird. Denn seien wir ehrlich: Die Anfangsspannung einer Liebe resultiert ja aus dem Neuen, dem Unbekannten und aus der "zwischengeschlechtlichen Rauferei", einer Art subtiler Machtspielerei, die man auch ein "Ziehen und Zerren" nennen könnte. Irgendwann aber haben beide ihre Positionen gefunden, die Muster haben sich etabliert, die kleinen, liebevollen Kämpfe gelegt - und der Alltag fordert wieder seinen Tribut. Denn das Ausnahmegefühl einer neuen Liebe hält der Dauer des Lebens nicht stand.

Die Liebe gestalten

An diesem Punkt ist es eine Gratwanderung zu entscheiden, ob die Liebe versiegt ist oder die Beziehung einfach nur eine normale Entwicklung genommen hat. Oft lässt sich Liebe bereits mit ein bisschen gemeinsamer Arbeit an ihr wieder auffrischen oder spannender gestalten. Viele Paare nehmen diese Herausforderung an, suchen sich ein gemeinsames Hobby, machen eine Reise in ein fernes, unbekanntes Land, nehmen Urlaub voneinander, machen eine Paar-Therapie, probieren sich sexuell einmal ganz neu aus oder kriegen sogar noch ein Kind. Das alles geht aber nur, wenn beide mitziehen. Bei einem Partner, der sich genügsam zeigt, nach Feierabend in Jogging-Hose auf der Couch die Zeit totzuschlagen, werden Sie mit derartigen Vorschlägen auf Granit stoßen.

Akzeptieren oder Konsequenzen ziehen

Dass die Liebe mit den Jahren einer Beziehung an Spannung und der Partner an Attraktivität verliert, ist der Lauf der Dinge. Das ließe sich schon rein evolutionsbiologisch erklären. Wem das nicht reicht, der muss entweder versuchen, die Beziehung wiederzubeleben und den Partner neu zu entdecken, oder aber die Konsequenzen ziehen und die Beziehung beenden. Doch eines sollte man dabei bedenken: "Die Jahre gehen ins Land, Alltag, Gewohnheit und das Gefühl, den anderen in- und auswendig zu kennen treten an die Stelle aufregender Gefühle. Man kann sich zwar blind auf den anderen verlassen, aber ..."

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