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Neustart: Das eigene Leben renovieren

Von Zeit zu Zeit stellen sich die meisten Menschen die Frage, ob sie nicht grundlegend etwas an ihrem Leben ändern sollten. Viele frisch gebackene Singles können hiervon ein Lied singen. Doch wie geht das – das eigene Leben renovieren?

Wand streichende Frau Alles neu macht der Mai - oder eben wir selbst  –   © fotolia

Unsere Persönlichkeit ist nicht vollständig genetisch festgelegt, wie viele Wissenschaftler uns lange Zeit weismachen wollten. Vielmehr spielen auch individuelle Lebens- und Lernerfahrungen sowie unsere spezielle Wahrnehmung einer Situation – unser "Blick auf die Dinge" – eine große Rolle, wie wir uns verhalten und was wir empfinden.

Wir spulen nicht stur ein "genetisches Lebensprogramm" ab, das uns bereits in die Wiege gelegt ist. Vielmehr (er)finden wir uns im Laufe des Lebens immer wieder neu, weil wir auf Hindernisse stoßen und feststellen, dass es besser wäre, den eigenen Kurs zu ändern und an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Eine Trennung vom Partner samt der hiermit einhergehenden Einsamkeit kann ein solches einschneidendes Lebensereignis sein, das uns zum Nachdenken bringt.

Aber es müssen gar nicht einmal nur negative Ereignisse sein. Auch wenn sie sich gerade verliebt haben – und gerade dann –, stellen sich viele Menschen wichtige Zukunftsfragen. Das ist verständlich, denn jetzt gilt es ja schließlich, die Weichen zu stellen, sich bewusst zu werden, was man sich von der neuen Partnerschaft wünscht und wohin die Reise im besten Fall führen soll.

Eine schöne Metapher dieser Umbruchphasen im Leben eines Menschen ist die des Renovierens. Viele folgern aus dem latenten Gefühl, etwas müsse sich in ihrem Leben ändern, dass ein radikaler Ausbruch, Umzug, Auszug notwendig sei, um etwas an der Situation zu ändern. Doch warum immer gleich „die Zelte abbrechen“? Wie sollte das auch möglich sein, die eigene Haut abstreifen und in eine neue schlüpfen? Manchmal ist ein sanfter Kurswechsel vielleicht viel wirksamer und befriedigender als eine hastige 180°-Kehrtwende. Hierzu gehört nicht zuletzt, in sich hineinzuhorchen und herauszufinden, was bereits seit Jahren in einem schlummert und wir immer wieder ignoriert und verdrängt haben. Kleine Wünsche und Bedürfnisse etwa, die ernst zu nehmen unser Leben zwar nicht umkrempelt, wohl aber wertvoller macht.

Sind Sie beispielsweise früher viel gereist, haben aber in Ihrer letzten Beziehung Ihr schmerzlich-schönes Fernweh unablässig unterdrückt, weil der Partner sich nicht für ferne Länder und andere Kulturen begeistern konnte? Dann leben Sie doch jetzt das nach, was Sie all die Jahre vermisst haben! Jeder Mangel und jedes Gefühl der Entbehrung deutet ja letztlich auf eine Sehnsucht hin.

Krisen und Phasen des Aufbruchs haben auch ihr Gutes, selbst wenn wir dieses häufig zunächst nicht sehen. In ihnen können wir uns der eigenen Stärken und Potenziale bewusst werden und das zur Entfaltung bringen, was bereits in uns steckt und uns als Menschen ausmacht, statt einfach nur aktionistisch nach einem radikalen Umbruch zu lechzen.

Der Weg zum Glück, so simpel sich das auch anhören mag, liegt eben in uns selbst verborgen. Tapetenwechsel muss nicht immer gleich heißen, den "Aufenthaltsort" zu wechseln. Häufig tut uns bereits das Abreißen alter und Anbringen neuer Tapeten gut. Renovierung statt Auszug.

André Martens
Parship GmbH

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