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Single-Leben

Die Suche nach dem großen Glück

Wir alle wollen glücklich sein - und stehen uns dabei selbst im Weg. Was Glück eigentlich ist, wer dafür verantwortlich ist und wie man es erreichen kann, lesen Sie hier.

Nachdenkliche Frau Was ist wahres Glück?  –   © fotolia

Glück ist in unserer Welt ein großes Thema. Jeder kennt es, jeder strebt danach. Das Interessante aber ist, dass es unabhängig von Kultur und Herkunft für fast alle Menschen wichtig zu sein scheint. Die einen nennen es Glück, die anderen sprechen von Erleuchtung und wieder andere, wie zum Beispiel die Buddhisten, verstehen darunter einen "Zustand innerer Ausgeglichenheit".

Fragt man hierzulande Freunde und Verwandte danach, was sie unter Glück verstehen, so bekommt man einige Antworten überraschend oft zu hören: Wohlstand, Besitz, ein gewisser Status oder "sich was leisten können". Glück wird hier mit einer Art materieller Sorglosigkeit verbunden, aus der dann die emotionale Zufriedenheit resultiert. Für den ersten Teil fühlt sich der Staat mitverantwortlich, die emotionale Zufriedenheit hingegen bleibt reine Privatsache. Jeder ist eben seines eigenen Glückes Schmied.

Wenn Glück zur Chefsache wird

Anders ist das zum Beispiel in Bhutan, einem kleinen Königreich in Südasien. Während die Regierung bei uns auf die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts bedacht ist, hat sie dort (zusätzlich) das "Bruttonationalglück" eingeführt. Jede öffentliche Aktivität - ob finanzielle Investition oder banale Gesetzesänderung - muss sich daran messen lassen, ob sie dem Allgemeinwohl, und damit dem Glück des Einzelnen, dienlich ist.

Um die Zufriedenheit des Volkes messen zu können, hat die Regierung sogar eine extra gegründete Kommission damit beauftragt, nach der "Glücksformel" zu forschen. Mit einem Fragenkatalog von 290 Fragen gehen Mitarbeiter der Kommission von Haus zu Haus. Die Auswertung der Antworten soll Aufschlüsse über das Glück und seine mögliche Weiterentwicklung geben.

Ein unglücklicher Denkfehler

Glück ist unbestritten ein zentraler Wert unserer Spezies und es gibt wohl nur wenige Menschen, die es nicht zu ihren Lebenszielen zählen würden. Und genau da liegt ein westlicher Denkfehler. Kann Glück ein Ziel sein, das man nur einmal erreichen muss, um angekommen zu sein und es "besitzen" zu können? Ist es nicht vielmehr die Zufriedenheit mit den Gegebenheiten und uns selbst, die uns das temporäre Erleben von Glücksmomenten beschert? Und dann würde wieder die Prämisse gelten, dass der Weg das Ziel und Glück nicht primär ein (End)Zustand ist.

Und seien wir einmal ehrlich: Ein Glück, das von Dauer wäre, hätte genauso wenig Reiz wie ein Leben ohne Ende. Es sind die Vorstellung von Endlichkeit und die Kontraste zu unseren negativen Emotionen, die unsere positiven Gefühle so wertvoll machen. Wer würde die Sonne schätzen, wenn es nie Regen gäbe? Wer wüsste um die Schönheit sorglos verliebter Momente, wenn er den Liebeskummer nicht kennte? Die Vergänglichkeit des Glücks macht es erst so erstrebenswert.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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