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Single-Leben

Psycho-Falle Frustessen - wie man es vermeidet

"Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann" - das sang schon Trude Herr. Aber nicht immer hat man die Wahl. Und gerade weil es eben oft anders ist, als man es sich wünscht, greifen viele Singles nach Süßigkeiten.

Frau entscheidet sich zwischen Broccoli und Donut Gesund oder "Sünde"?  –   © fotolia

Erinnern Sie sich noch an Ihren letzten Liebeskummer? Dieser unbändige Wunsch, dass der Schmerz bitte sofort verschwinden möge. Und mit jedem Bissen glaubten Sie, es würde besser werden. Das ist nicht ungewöhnlich. Von Ernährungspsychologen wird dies als "Sehnsuchtshunger" bezeichnet. Und er tritt nicht nur nach dem Ende einer hoffnungsvollen Liebe auf.

Oft ist es die Einsamkeit zwischen zwei Beziehungen, die den Griff zu Süßem und Kalorienreichem forciert. Aber warum ist das so - und wie kann man den Fressattacken ein Schnippchen schlagen?

Der soziologische Aspekt

Die erste Antwort ist ganz einfach: Wir kennen es nicht anders. Von klein auf lebt man uns vor, dass Essen und Liebe untrennbar miteinander verbunden sind. Wir bekommen Süßigkeiten zur Belohnung oder einen Kakao, wenn es uns schlecht geht. Wir lernen, was ein "Festessen" ist und dass Schokolade glücklich macht. Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir zeit unseres Lebens auf dieses antrainierte Verhalten zurückgreifen, wenn wir in einer Krise sind.

Der biologische Teufelskreis

Aber warum muss es immer Süßes sein, und vor allem: Warum können wir damit nicht mehr aufhören, wenn wir einmal angefangen haben? Die zweite Antwort ist da schon etwas komplexer. Es sind biologische Gründe, die erklären, aus welchem Grund Essen in emotionalen Stresssituationen tatsächlich für einen Augenblick glücklich macht - und süchtig.

Unser Gemüt lässt sich nämlich tatsächlich durch die Aufnahme von Nahrung aufhellen. Die Produktion des "Glückshormons" Serotonin wird zum Beispiel durch das Vorhandensein bestimmter Fettsäuren in der Blutbahn indirekt angeregt. Und die Ausschüttung von Stresshormonen wird unter anderem durch Zucker eingedämmt. Der Körper sendet entsprechende Signale an unser Gehirn, das uns wiederum dazu anleitet, möglichst kalorienreich zu essen. Sie kennen sie sicher, die so genannten "Heißhungerattacken".

Das Problem bei diesen Attacken ist aber, dass der körperliche Bedarf an Zucker und Fett sehr schnell gedeckt ist. Doch wer nach einem ersten Bissen Blut geleckt hat, isst natürlich weiter. Alles, was wir über diesen Bedarf hinaus essen, kehrt sich jedoch gegen uns - es verschlechtert unseren Gemütszustand. Die Folge ist, dass wir noch unzufriedener sind als zuvor. Wir werden nervös und gereizt und versuchen, den Kummer wieder "wegzufuttern".

Den Teufelskreislauf durchbrechen

Disziplin ist natürlich eine der Tugenden, mit denen man es probieren kann. Doch wer unglücklich ist und voller Kummer, der weiß, dass selbst hartgesottene Prinzipienreiter in solchen Situationen Fünfe gerade sein lassen und zur Chipstüte greifen.

Viel effektiver ist es, sein soziales Umfeld mit einzubinden. Wer sich den Frust von der Seele redet, der hat weniger Grund, ihn unter einem Berg an Kalorien zu begraben. Treiben Sie Sport - auch das regt die Ausschüttung von Glückshormonen an. Gehen Sie unter Menschen, die Sie kennen und schätzen - das Gefühl von Einsamkeit lässt sich so am ehesten bekämpfen.

Und sollte sich eine Heißhungerattacke dennoch einmal nicht vermeiden lassen, so greifen Sie zu bekömmlicheren Alternativen. Bananen und Pflaumen haben eine ähnliche Wirkung auf den Körper wie Schokolade. Und für letztere gilt: Je dunkler sie ist, desto gesünder.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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