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Das erste Treffen

Die Kunst des Smalltalk

Sie hat keinen so guten Ruf - die Konversation ohne Tiefgang. Auch bekannt als Alltagsgespräch oder eben Smalltalk. Dabei ist es genau dieses freie, lockere Plaudern, das Ihnen ungemein helfen kann bei Ihrem ersten Rendezvous. Auch sich locker zu unterhalten will gelernt sein.

Die Kunst des Smalltalk © iStock

Das Alltagsgespräch ist eine Kunst. Wenn Sie zum ersten Mal aufeinander treffen, möchten Sie den anderen natürlich von sich überzeugen. Da kann es schon vorkommen, dass Sie etwas besonders Kluges oder Geistreiches sagen wollen. Das aber kann manchmal den Rahmen sprengen und Sie sehr verkrampft und abgehoben wirken lassen. Die Kunst des Smalltalks besteht darin, Ihnen und Ihrem Gegenüber durch einfache und offene Fragen die Tür zu einem Gespräch zu öffnen.

Meister fallen nicht vom Himmel

Smalltalk kann man üben. Wichtig ist, dass Sie positiv gestimmt zu einem Treffen gehen. Vielleicht achten Sie auch einfach genau darauf, was Ihnen alles so passiert, bis Sie beim Treffpunkt ankommen. Unter Umständen ergibt sich schon dabei eine kurze Anekdote, die Sie erzählen können. Naheliegend ist dann die Gegenfrage, wie der andere zum Treffen gelangt ist. Unter Umständen schimpfen Sie dann gemeinsam über den Berufsverkehr und landen Minuten später bei der Radtour, die Sie im letzten Sommer gemacht haben. Beim Smalltalk ergibt sich ein Thema aus dem anderen. Es geht nicht darum, einen Preis im Bereich Konversation zu gewinnen oder den anderen davon zu überzeugen, dass man wahnsinnig intellektuell ist. Es geht schlicht und einfach darum, locker miteinander zu plaudern. Damit Sie für Ihr Rendezvous vorbereitet sind, üben Sie das doch mal mit Ihrem Zeitungsverkäufer, dem Tankwart oder dem Hausmeister.

Ouvertüre

Ist Ihnen das Wetter als Einstieg für Ihre Verabredung doch etwas zu simpel, schauen Sie sich einfach um. Genau vor Ihrer Nase ist mit Sicherheit etwas, das Sie thematisieren können: der Park, hastig vorbeieilende Passanten, der gutgelaunte Kellner, eine Schlagzeile in einer Zeitung ... Wissenschaftler haben übrigens herausgefunden, dass der Inhalt des Einstiegs in ein Gespräch nicht so wichtig ist. Entscheidend ist nur, dass der Einstieg geschieht. Einfache Fragen ermöglichen auch einfache Antworten. Das ist übrigens auch die beste Strategie gegen Gesprächsblockaden während Ihrer Unterhaltung - nicht nur zum Einstieg.

Vorhang auf

Ist Ihre Unterhaltung in Gang gekommen, bieten sich zahlreiche harmlose Themen an. Der Klassiker schlechthin ist das Wetter. Zu diesem Thema hat wirklich jeder eine Meinung. Sie werden staunen, wie Sie vom Wetter zum Urlaub kommen, vom Urlaub zum Berg oder Wasser, dann vielleicht zum Teetrinken oder Sporttreiben. Etwas intellektueller sind dann die Inhalte der aktuellen Nachrichten, Filme, die Sie zuletzt beeindruckt haben, und das Buch auf Ihrem Nachttisch. Dabei geht es nicht darum, dass Sie ständig Fragen stellen und der andere ständig antwortet. In der Regel ist die erste Frage entscheidend und die Folgefragen und Antworten ergeben sich ganz natürlich aus dem, was gerade gesagt wurde.

Rhythmus

Wie in der Musik ist auch beim Smalltalk der Rhythmus entscheidend. Wer nur sogenannte geschlossene Fragen stellt, trägt zu einem abgehackten Rhythmus bei. Denn auf eine geschlossene Frage gibt es meist nur eine kurze und knappe Antwort: "Ja" oder "Nein". Soll der Rhythmus zwischen Ihnen beiden etwas spielerischer sein, brauchen Sie offene Fragen. Offene Fragen beginnen meist mit den "W"-Fragewörtern - also mit wie, wann, warum, weshalb, was ...

Melodie

Damit Ihr gemeinsamer Smalltalk gut über die Bühne geht, ist auch der Klang Ihrer Stimme entscheidend. Die Stimme ist wie ein Instrument, das ganz sensibel auf die Außenwelt reagiert. Und nicht nur das: Die Stimme zeigt auch immer an, wie Sie sich fühlen. Wer aufgeregt ist, hat oft eine zugeschnürte Kehle und eine Schnappatmung. Da haben die Stimmbänder kaum eine Chance, wohlig zu schwingen und zu klingen. Spüren Sie also, dass Sie vor Aufregung ganz angespannt sind und Ihre Stimme unangenehm kalt und hoch klingt, sollten Sie versuchen, richtig tief in den Bauch hinein zu atmen. Ziehen Sie dabei auch die Schultern herunter und nach hinten. Wenn Sie es dann noch schaffen, etwas zu lächeln, klingt Ihre Stimme von selbst.

Vorhang fällt

Während und vor allem am Ende Ihres Treffens können Sie ganz schnell selbst einschätzen, wie sich Ihr Gegenüber fühlt und ob es vielleicht ein Wiedersehen geben wird. Das verrät die Körpersprache. Hat er oder sie Ihnen den Körper zu- oder abgewandt? Schauen Sie sich beim Reden in die Augen? Sind die Arme locker oder verkrampft um den Körper geschlungen? Werden Sie angelächelt? All diese Dinge haben Sie schon immer unbewusst wahrgenommen. Wenn Sie jetzt bewusst darauf achten, werden Sie staunen, wie schnell Sie die Situation einschätzen können. Mit der Verabschiedung fällt sozusagen der Vorhang. Gönnen Sie sich selbst etwas Applaus. Sie haben sich gut geschlagen.

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