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Die Vorauswahl

Fernbeziehung - nicht erwünscht?

Barbara (36) ist sich sicher: Liebe auf Distanz kommt nicht infrage. Deshalb hat sie ihren Such-Radius entsprechend eingeschränkt. Doch ist das die richtige Entscheidung? Viele Leserbriefe haben uns zu diesem Thema bereits erreicht. Was denken Sie darüber?

Fernbeziehung - nicht erwünscht? © Fotolia

"Liebes Parship-Team,

ich habe großen Respekt vor allen Paaren, die ihre Liebe und Beziehung trotz großer geografischer Entfernung aufrechterhalten können. Aber für mich persönlich ist das nur schwer vorstellbar. Wenn ich einen Partner finde, den ich liebe, dann möchte ich auch Zeit mit ihm verbringen, ihn wirklich bei mir haben. Deswegen will ich es von vornherein vermeiden, Männer kennen zu lernen, bei denen dies aufgrund der Entfernung unmöglich wäre. Vielleicht ist meine Skepsis auch einfach nur ein Vorurteil, denn ich hatte noch nie eine Fernbeziehung. Was meinen Sie?"

Barbara (36), AHS-Lehrerin

Liebe Barbara,

grundsätzlich ist es richtig und wichtig, die Kriterien für die Partnersuche gemäß den eigenen Bedürfnissen und Anforderungen festzulegen. Gerade die Online-Partnersuche bietet nicht zuletzt deshalb eine umfassende Berücksichtigung individueller Komponenten. Aber versuchen Sie ebenfalls, den Rahmen nicht zu eng zu setzen. Die Entfernung scheint für Sie ein sehr wichtiges Kriterium zu sein. Seien Sie dafür in anderen Bereichen (z.B. Körpergröße, Beruf) toleranter. Denn auch wenn die Voraussetzungen des potenziellen Partners "perfekt" sind, eine Garantie für die Liebe gibt es nicht. Umgekehrt gilt auch, dass scheinbare Diskrepanzen keine notwendigen Beziehungs-Hindernisse sein müssen.

Risiko einer (Fern-)Beziehung

Liebe auf Distanz - kann das praktisch funktionieren? Es kann, wie die Erfahrung unzähliger, räumlich getrennt lebender Paare zeigt. Und natürlich kann es auch schiefgehen. Aber welche ursächlichen Gründe für das Ende einer Beziehung ausschlaggebend sind, ist letztlich immer schwer zu analysieren. Ein (räumlich basiertes) Erfolgsrezept für die "sichere" Beziehung gibt es bekanntlich sowieso nicht. Nähe ist eben auch keine Garantie. Vielleicht kann durch die räumliche Entfernung sogar eine ganz andere Art der Nähe entstehen, für die Städte- und Ländergrenzen keine Rolle spielen. Falls Sie sich dem Thema “Fernbeziehung“ gegenüber öffnen wollen, dann erweitern Sie Ihren persönlichen Such-Radius doch zunächst einmal um die Nachbar-Bundesländer.

Nicht zu weit denken

Falls Sie einen sympathischen Single gefunden haben sollten, der relativ weit entfernt wohnt, dann zögern Sie nicht, miteinander zu kommunizieren. Probieren Sie es einfach aus! Ihr persönlicher Such-Radius lässt sich ja ohne weiteres jederzeit verändern. Wichtig ist, dass Sie sich keinen unnötigen Stress mit negativen, weit entfernten Zukunftsszenarien machen. Apropos Zukunft - es gibt keine Regel, dass Fernbeziehungen auch als solche enden müssen. Also, nehmen Sie einfach nicht zu viel vorweg. Viele (Internet-)Paare haben angefangen, sich "einfach so" zu schreiben, mit dem Vorsatz, eigentlich keine Fernbeziehung zu wollen. Und daraus entstand dann auch schon mal die große Liebe.

Der Weg zueinander

Vielleicht ist einer der schönsten Aspekte einer Fernbeziehung die Vorfreude auf den anderen. Und wenn sich die Pausen zwischen den nächsten Treffen für beide Seiten immer länger und schmerzhafter anfühlen, dann wird wohl automatisch der nächste Schritt kommen: das Zusammenziehen. Egal, wer sich im Zuge dessen dafür entscheidet, die gewohnte Umgebung inklusive der Familie, der Freunde etc. zu verlassen - das bisherige Leben wird sich für beide Seiten grundlegend ändern. Doch das trifft eigentlich auf jede große Liebe zu, unabhängig jeglicher Distanzen. Die Veränderung ist ja auch gerade Wunsch und Ziel. Liebe Barbara, wir hoffen, dass wir Ihnen ein paar interessante Gedankenanstöße geben konnten, und wünschen Ihnen alles Gute! Katharina Hemmelmair/Parship

Kommentare

"Ich gehörte anfangs auch eher zu denen, die weitere Entfernungen gar nicht erst in Kauf nehmen wollten. Mit der Zeit bin ich etwas flexibler geworden. Manchmal scheint wundersamerweise gerade die Distanz Nähe erst möglich zu machen. Bei Kontakten, wo ich im Vorfeld schon absehen kann, da wird wohl nichts draus, fällt es leichter, einfach drauf los zu schreiben ... Man muss sich die Frage stellen, was bin ich bereit aufzugeben und was gewinne ich dadurch. Natürlich ist z.B. ein Eigenheim recht bindend. Für mich kann ich sagen, dass eine neue Liebe einen hohen Stellenwert hat und dass ich durchaus bereit wäre, mein Zelt hier zusammenzufalten."

Axel (45), EDV-Projektmanager

"Ich denke, dass die Erfolgsausichten bei Fernkontakten eher gering sind, zumal die Kennenlernphase ziemlich erschwert wird. Man sieht sich nicht regelmäßig und wenn, dann geballt. Das kann dazu führen, dass man sich viel zu schnell sehr nah kommt, ohne den anderen im Alltag erlebt zu haben. Es bleibt viel Raum für Projektion und Idealisierung, und man ist schließlich umso enttäuschter, wenn es auseinandergeht, weil man sein Innerstes einem Menschen preisgegeben hat, der eigentlich ein Fremder war und ist und bleiben wird."

Dörthe (29), Lehrerin

"Eine Fernbeziehung kann das Leben sehr bereichern. Ich pflege seit einem halben Jahr eine Beziehung mit einer Kolumbianerin. Trotz aller Verliebtheit sind wir uns bewusst, dass wir uns nur von Briefen und Fotos kennen. Im September treffen wir uns in New York, ein Wahnsinns-Ereignis, auf das sich jede Seite freut wie ein Kind. Der finanzielle Aufwand tritt in den Hintergrund. So eine Beziehung kann trotz Entfernung ungeheuer stark sein. Natürlich muss man eine Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft haben."

Horst (58), Dipl.-Ing.

"Ich habe ein schulpflichtiges Kind mit dem seltenen Glück eines Hortplatzes. Der Kontakt des Kindes zum Vater ist sehr gut. Idealerweise soll es demnächst den Weg zu uns unabhängig vom 'Eltern-Taxi' zurücklegen können. Mit einem Umzug wären wesentliche Einschnitte notwendig: weniger Papa, kein Betreuungsplatz, keine Arbeit für mich??? Das möchte ich uns nicht zumuten, auch nicht für einen neuen Partner. Bei Parship suche ich trotzdem nicht nur in meiner Nähe. Prompt finde ich 500 km entfernt alleinerziehende, wohnortgebundene Väter ... Da siegt dann wirklich die Vernunft über die 'Liebe', sorry!"

S. (46), Grafikerin/Kauffrau/Sozialarbeit

"Kontakte, die etwas weiter weg sind, meide ich eher. Die berufliche Situation steht einer Fernbeziehung eher im Weg, und ich möchte nicht erst 1 oder 2 Stunden auf der Autobahn zubringen, um den Partner zu treffen. Aber ich will diese Kontakte trotzdem nicht vollständig ausschließen. Ein paar Telefonate, ein unverbindlicher Kontakt kann da viel Klärung bringen. Und wenn es denn nicht klappen sollte, dann hatte man zumindest einen netten Kontakt, gleich wie er ausgeht. Man sollte nur mit viel Sensibilität an die Sache herangehen."

Jörg (43), Kaufmann

"Ich hatte (vor Parship) eine 6 Jahre dauernde Partnerschaft, wobei die ersten zweieinhalb Jahre über mehr als 300 km Entfernung geführt wurden. Auch für eine neue Liebe wäre ich bereit, eine Fernbeziehung einzugehen und evtl. sogar umzuziehen. Das kommt allerdings daher, dass in einigen Monaten mein Studium beendet ist und dann die Karten eh neu gemischt werden. Ich kann schon verstehen, wenn jemand den Standort nicht wechseln will. Persönlich hätte ich jedoch kein Problem damit, woanders mit einem Partner an meiner Seite neu anzufangen."

Karin (29), Psychologiestudentin

"Ich hatte eine Beziehung über eine Distanz von 450 km, eine Entfernung, wo man sich nicht mal eben ins Auto setzt und losfährt. Ich bin der Meinung, eine Zeitlang geht so was schon, auch zum Kennenlernen. Ich würde mir in so einem Fall einen Zeitraum von max. 1 Jahr setzen, dann muss eine Entscheidung fallen, wer umzieht."

Karl (43), Handelsvertreter

"Auch ich hatte eigentlich nur jemanden in meiner Umgebung finden wollen. Aber dann las ich den Tipp, möglichst nicht zu enge Parameter zu definieren, und änderte die geographische Begrenzung. Und Parship schlug mir Andreas vor - 350 km entfernt ... Ja, es ist schmerzlich, sich immer wieder verabschieden zu müssen. Aber jedes Wiedersehen ist ein Fest! Ja, wir fehlen uns oftmals. Doch irgendwann werden wir die Hürden beseitigen können. Die Arbeit daran führt uns noch näher zusammen. Ja, es kostet Geld, Nerven und Zeit, ständig hin- und herzureisen. Das sind wir uns jedoch wert. Ich möchte Andreas niemals gegen einen Mann in meiner Umgebung tauschen."

Stefanie (46), Bibliothekarin

"Ich hadere derzeit auch mit diesem Problem, bin jedoch fixiert auf die nähere Umgebung, da ich leider schon Erfahrung mit einer Fernbeziehung machte: er in Salzburg und ich in Linz. Sind nur 125 km, aber die wuchsen in unserer Beziehung zu einem echten Problem heran. Da wir beide beruflich sehr eingespannt sind und keiner seinen guten Job aufgeben wollte/konnte, ging nach einem Jahr die Beziehung in die Brüche. Obwohl wir uns liebten. Aber da wir außer Pendeln keine andere Lösung fanden, trennten wir uns."

Gerda (43), Industriekauffrau

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