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Neu bei PARSHIP?

Was ist das Parship-Prinzip?

Claudia Feldkamp Claudia Feldkamp im Interview  –   © Parship

Verliebt mit dem Parship-Prinzip®? Was hat es mit Begriffen wie dem "Parship-Prinzip®" und "Matching-Punkte" eigentlich auf sich? Viele stellen sich unter der Partnersuche im Internet vor, dass sie einen Fragebogen bekommen, in dem sie Interessen und Hobbys angeben. Dass aber weit mehr dahinter steckt, wissen die meisten gar nicht. Claudia Feldkamp, Managerin für Scientific Development & Matchmaking bei Parship, ist für den psychologischen Hintergrund unseres Matchings verantwortlich. In folgendem Interview erklärt sie, was das Parship-Prinzip® eigentlich ist:

1. In ein paar wenigen Sätzen – Was steckt eigentlich hinter dem Parship-Prinzip®?

Der Grundgedanke des Parship-Prinzips® ist, mithilfe des Fragebogens und des Matchings unseren Mitgliedern Personen vorzuschlagen, mit denen eine lange glückliche Partnerschaft besonders gut möglich ist. Außerdem geben wir unseren Mitgliedern auf der Grundlage der Analyse ihrer Partnerschafts-Persönlichkeit passgenaue Tipps und Empfehlungen zu ihrer Partnersuche.

2. Was ist das Besondere am Parship-Prinzip®?

Wir können unseren Mitgliedern dank des Parship-Prinzips® Menschen vorstellen, die nicht nur auf den ersten Blick verzaubern, sondern auch dauerhaft glücklich machen. Denn wir achten nicht nur auf gleiche Interessen, die gerade beim Kennenlernen wichtig sind und deutlich werden, sondern wir schauen uns an, welche zwei Personen in einer Liebesbeziehung gut zusammen funktionieren und den Alltag gemeinsam gestalten können.
Wir haben sie: Die Liebesformel für Harmonie, Inspiration, Langlebigkeit – und Begegnungen mit Sofort-Effekt und Depotwirkung.

3. Wie seid ihr auf die Idee mit dem Parship-Prinzip® gekommen?

Vor mehr als 40 Jahren begannen Prof. Hugo Schmale und sein Team zu erforschen, was eine erfolgreiche Partnerschaft ausmacht und diese Kriterien in ein wissenschaftliches Testverfahren zu überführen. Prof. Schmale entwickelte schon 1970 an der psychologischen Fakultät der Universität Hamburg als einer der ersten Wissenschaftler moderne Testverfahren für die Partnersuche. Es wurden psychologische und soziologische Modelle benutzt, um völlig neuartige Fragen zu entwerfen, die dabei helfen, genau die Personen zusammenzuführen, bei denen die Aussicht auf eine langfristige und glückliche Beziehung gegeben ist. Wichtig bei der Entwicklung des Fragebogens und der Überprüfung seiner Messgenauigkeit war vor allem die Konzentration auf Merkmale, die gerade in Partnerschaften besonders wichtig sind.

4. Wie unterscheidet sich das Parship-Prinzip® von den Tests anderer Partnervermittlungen?

Wie eben schon angedeutet, ist das Besondere, dass wir uns auf die Ermittlung von genau den Merkmalen konzentrieren, bei denen es besonders in Partnerschaften auf eine richtige Mischung ankommt.

Zudem ist es mit unserem Fragebogen möglich, ein weitgehend objektives Profil der Partnerschafts-Persönlichkeit abzubilden: wir verwenden viele projektive Items und situative Fragen. Es ist also auf den ersten Blick für die Person, die den Fragebogen ausfüllt, nicht ersichtlich, was mit den Antworten der einzelnen Fragen eigentlich gemessen wird. Dadurch beruhen das Ergebnis und somit auch das Matching nicht auf einer persönlichen, oft subjektiven und verzerrten Selbsteinschätzung. Auf diese Weise können wir Partnervorschläge machen, die im echten Leben passen und nicht nur auf der Vorstellung vom vermeintlich passenden Partner beruhen.

5. Wie berechnen sich die Matching-Punkte?

Für die Berechnung der Matching-Punkte werden die Eigenschaften, Interessen und Vorlieben aller Mitglieder mit denen des präferierten Geschlechts verglichen. Je erfolgsversprechender die Kombinationen sind, desto mehr Matching-Punkte vergeben wir. Die Skala für die Matching-Punkte liegt in einem Bereich von 60 bis 140. Der Mittelwert der Matching-Punkte ist 100. Bis vor einigen Jahren haben wir eine andere Skala verwendet, bei der die Punkte niedriger waren und der Eindruck entstand, das Maximum läge bei 100. Das war aber nicht richtig und auch die häufige Annahme, die Matching-Punkte wären mit Prozenten gleichzusetzen, ist falsch. Ein Wert von 100 Prozent vermittelt den Eindruck, es gäbe den perfekten Partner. Das entspricht natürlich nicht der Realität. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, die Matching-Punkte anders auszuweisen.

6. Welche Matching-Punktzahl ist erfolgversprechend?

Wir empfehlen, ab einer Matching-Punktzahl von 100 Punkten Kontakt aufzunehmen. Aber: Wir können zwar viele für eine Partnerschaft wichtige Faktoren messen, doch natürlich können wir nicht vorhersagen, ob sich zwei Menschen verlieben werden. Es gibt Aspekte, die wir im Vorfeld nicht berücksichtigen können. Ob sich zwei Menschen riechen können – und das ist natürlich auch überaus wichtig – können wir nicht ins Matching einfließen lassen. Das müssen unsere Mitglieder schon persönlich herausfinden. Wir können unseren Mitgliedern also nicht versprechen, dass die Anzahl der Schmetterlinge im Bauch proportional zur der Anzahl der Matching-Punkte steigt. Aber wenn sich zwei zueinander passende Personen bei einem ersten Kennenlernen gut riechen können und schon ein paar Schmetterlinge fliegen, dann können wir durchaus eine gute Prognose auf eine glückliche, inspirierende und stabile Partnerschaft geben. Allerdings können prinzipiell natürlich auch Partner mit einer gemeinsamen Matching-Punktzahl von unter 100 gemeinsam glücklich werden. Man entwickelt sich in einer Partnerschaft ja auch immer gemeinsam weiter.

7. Kannst du ein Beispiel nennen, wie das Matching-Verfahren funktioniert?

Die großen Fragen beim Matching sind: Was ist besser für eine gute Partnerschaft? Harmonie und größtmögliche Übereinstimmung oder gilt das Prinzip der Gegensätze, die sich gegenseitig anziehen und ergänzen?

Kurz: Beides ist richtig. Auf die Mischung kommt es an. In einer festen Partnerschaft sollten sich viele Eigenschaften, Wünsche und Vorstellungen der Partner ähneln, bestimmte Konstellationen aber besser unterschiedlich und damit durchaus komplementär sein. So können beispielsweise viele Übereinstimmungen bei Interessen und Gewohnheiten für eine harmonische Beziehung durchaus von Vorteil sein. Gleiche Leidenschaften, Hobbys und Vorlieben verbinden. Jedoch gilt: Für langfristiges Partnerschaftsglück sind diese Bereiche nicht entscheidend. Im Gegenteil, zu viel Ähnlichkeit kann hier ermüdend wirken. Viel wichtiger sind auf Dauer die Persönlichkeitsmerkmale zweier Partner. Bei den Themen "Einfühlsamkeit" und "Nähe und Distanz" sollten sich die Partner weitgehend ähneln. Bei anderen Charakterzügen kann dagegen eine unterschiedliche Ausrichtung durchaus von Vorteil sein. Zum Beispiel kann es förderlich sein, wenn Partner deutlich unterschiedlich auf die kleinen Missgeschicke des Alltags reagieren. So holen sie sich schnell und unkompliziert aus Frust und Grübeleien.

8. Wie wird ein bestimmtes Beuteschema umgangen?

Mit "Beuteschema" sind bestimmte Ansichten und Muster angesprochen, nach denen Personen ihre Partnerwahl ausrichten. Aber dass jemand seinen Partner immer nach gleichen Kriterien auswählt, muss nicht unbedingt heißen, dass dieser "Typ" auch besonders gut zu ihm passt und glücklich macht.

Viele Menschen geraten besonders in der Liebe und in Partnerschaften immer wieder in dieselben Konflikte. Dies ist häufig auf ihr „Beuteschema“ zurückzuführen. Oft suchen sich Menschen immer wieder Partner aus, die im Grunde nicht zu ihnen passen, weil sie falsche Vorstellungen von sich haben und auch davon, was ihnen guttut. Ein sehr ängstlicher Mensch sucht sich zum Beispiel entweder einen sehr dominanten oder einen ebenso ängstlichen Partner. Beides Kombinationen, die wenig erfolgversprechend sind, weil sie auf lange Sicht zu Konflikt oder Stillstand führen. Die Partnerwahl wird auf diese Weise – von Beginn an – zum Beziehungskiller.

Der Vorteil des Parship-Prinzips® ist, dass unser Verfahren die eigenen persönlichen Verhaltensweisen und Muster erkennt und auf dieser Grundlage Partnervorschläge macht, die eben nicht nur dem persönlichen "Beuteschema" entsprechen. So können die persönlichen Beziehungskiller ein Stück weit neutralisiert werden und die klassischen Probleme der vergangenen Beziehungen umgangen werden.

9. Im Fragebogen muss man sich spontan für eines von zwei Bildern entscheiden. Was hat das mit unserer Partnerschafts-Persönlichkeit zu tun?

Die Abschnitte im Fragebogen, bei denen sich das Mitglied für ein Bild oder eine Grafik entscheiden soll, sind sogenannte projektive Items. Sie beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Gestaltpsychologie und Psychoanalyse. Um Persönlichkeitsprofile zu erfassen, bedient sich die Wissenschaft dieser sinnlichen Items, deren Auswahl ganz intuitiv erfolgt. Die unbewusste Präferenz für eine bestimmte Form oder ein Muster lässt damit auf verschiedene Persönlichkeitsmerkmale schließen, die ebenso unbewusst unsere Entscheidungen im Leben beeinflussen. Unser Material wurde anhand von rund 80.000 Probanden geeicht und auf seine Gültigkeit zur Messung dieser Merkmale geprüft.

 

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