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Neu bei PARSHIP?

Jenseits der Einsamkeit

Single sein ist nicht immer ein Segen - doch ebenso wenig immer auch nur ein Fluch. Natürlich ist es mitunter etwas entmutigend, wenn man den Einkauf alleine ins oberste Stockwerk schleppen muss oder das viel zu große Bett einfach nicht warm werden möchte. Vor allem an Sonn- und Feiertagen kann einem das Singleleben ziemlich zusetzen …

Jenseits der Einsamkeit

"Mein letztes Date hatte ich im Januar. Er war ein eigentlich sehr interessanter Mann, hat sich dann aber leider nie mehr gemeldet. Irgendwie habe ich mich mit meinem Singleleben arrangiert, wenn da nicht ab und zu diese starke Sehnsucht nach Wärme und Zuneigung oder einfach nach einem guten Gespräch wäre…" Angie bringt das Dilemma vieler Singles auf den Punkt - und legt den Finger damit in jene Wunde, die viele kennen: Auch wenn sie vorgibt, mit ihrem langjährigen Single-Leben ganz gut klarzukommen, bleibt doch immer wieder ein bestimmtes Gefühl auf der Strecke ...

Jenseits der Heizung …

… und auch im Sommer sehnt sich jeder Mensch nach Wärme, die sich in Umarmungen, gemeinsamem Einschlafen und einfach in Zuneigung so unverkennbar wiederfinden lässt. Vor allem dieser intensive Wunsch nach zwischenmenschlicher Wärme kann die Einsamkeit noch kälter, grausamer und undankbarer erscheinen lassen. Weiterhin wird klar, dass es zwischen dem Gefühl, einsam zu sein, und einer tiefen Depression mitunter nur ein schmaler Grad ist. Je weiter man sich tatsächlich zeitlich und räumlich von einer Beziehung entfernt, je abstrakter wird der Wunsch nach einem neuen Partner. Weniger zielgerichtet auf eine Person als vielmehr auf das eigentliche Gefühl von Geborgenheit konzentriert sich dann die gesamte Sehnsucht. Auffällig dabei ist, dass vor allem bei jenen, die ihr Beziehungsideal - langjährig, treu, intensiv - besonders hartnäckig verfolgen und verteidigen, das Singleleben länger dauert. Dies lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass die fast schon beschwörerische Sehnsucht, endlich einen neuen Partner zu finden, sich tief in ihre Züge und gesamtes Auftreten gegraben hat. Viele Menschen sehen sich damit quasi auf die Rolle des nächsten potenziellen Partners reduziert und reagieren abgeschreckt. Auch Angie kennt diesen intensiven Wunsch nach (irgend)jemandem, der kommen und sie von der Einsamkeit erlösen möge. Sie will geliebt werden, vielleicht auch, weil sie sich und ihr momentanes Leben weder so annehmen, noch sich selbst als liebenswert begreifen kann. Sonst könnte sie entspannter mit ihrer Situation umgehen – und damit auch anziehender auf andere wirken.

Entspannung hilft

Mit weniger "Ladung" im Sinne von Einsamkeitsballast lässt sich das Singleleben mitunter einfacher meistern - und sogar genießen. So verstehen zahlreiche Singles ihr derzeitiges "Alleinsein" keineswegs nur als temporäre Einschränkung. "Ich weiß, dass ich irgendwann wieder eine Beziehung führen werde. Nur möchte ich mein Leben nicht damit verbringen, darauf zu warten", erzählt meine Freundin Susanne. Keine zwei Wochen später sehe ich sie im Supermarkt: "Ich hatte letzte Woche ein Blind Date - mit dem Kollegen meiner Cousine. Ein ganz toller Mann!" - "Und? Wie geht’s weiter?" Susanne lächelt etwas verlegen und doch sehr zufrieden und glücklich: "Na ja…!" Sie deutet auf einen attraktiven und sympathischen Mann, der lächelnd auf sie zukommt, mit einem Brot in der Hand. Wenn man beginnt, nicht nur alleine klar zu kommen, sondern auch die Vorteile in seiner momentanen Lebenssituation in den Vordergrund zu stellen, wie auch sich selbst jeden Tag ein wenig mehr zu lieben, ist es am wahrscheinlichsten, dass man auf andere anziehend wirkt. Trotzdem sollten Sie weiter Gelegenheiten für Begegnungen schaffen, beim Ausgehen oder eben bei Parship.at.

Christian hat nach einem Jahr Liebesleid wieder auf den "Dating-Modus" geschaltet. Beziehung ist dabei nicht sein alleiniges Ziel. "Ich genieße es, wieder auszugehen und zu flirten. Erst kürzlich hatte ich auch einen One-Night-Stand. Es war sehr spannend." Auch wenn ihm 'die Eine' bisher noch nicht begegnet ist, findet er sein Singleleben weniger von Einsamkeit geprägt, als dass er seinem gegenwärtigen Lebensabschnitt auch die positiven Seiten abgewinnen möchte. "Interessante Menschen kennen zu lernen und viele neue Geschichten zu hören, ist zwar etwas anderes als die Jahre der Beziehung mit Corinna, aber trotzdem sehr aufregend und ansprechend."

Gedanken sind frei ...

... und dazu noch sehr mächtig. Wir alle kennen die Wirkmacht der Gedanken. Sich von Düften, Formen und Lauten inspirieren zu lassen und quasi im Kopf nachzufühlen, wie sich ein bestimmtes Erlebnis anfühlt. So vermögen wir durch unsere Gedanken gleichsam nachzuempfinden, wie der frische Saft einer Orange schmeckt - einfach nur, indem wir uns vorstellen, wie wir sie in der Hand halten, aufschneiden, den unverwechselbaren Duft riechen und den Fruchtzucker auf der Zunge spüren. Schon läuft uns das Wasser im Mund zusammen.

Nach demselben Prinzip funktioniert die Furcht vor der Einsamkeit, vor allem dann, wenn wir sie uns als schrecklichen Zustand geprägt von Angst und Dunkelheit vorstellen. Der Mechanismus dahinter suggeriert, dass man nichts weiter "erleiden" muss, damit das Leben schwer und unerträglich wird. Vielmehr geht es einem schon alleine dann schlecht, wenn man es nur befürchtet. Auch Menschen, die in einer Beziehung leben und sich so stark vor deren Ende fürchten, dass sie es dadurch geradezu auslösen, greifen oft auf dieses Verhaltensmuster zurück. Eifersucht ist eines der Symptome dieser Angst. Ebenso erleben Singles ähnliche Einbrüche des Seelenhaushalts, meist ausgelöst durch Kleinigkeiten und Widrigkeiten, die ein Singleleben mit sich bringen kann - man denke an besagten Einkauf, den man alleine ins oberste Stockwerk schleppen muss oder das viel zu große Bett, welches einfach nicht warm werden möchte - und an all die Sonn- und Feiertage, welche man alleine mit sich verbringt ...

"Wieso hab ausgerechnet ich niemanden, der mir hilft? Warum muss ich allein sein?" Schießt man sich auf solche "Single-Wehklagen" ein, sollte man sich nicht wundern, wenn dann tatsächlich alles schrecklich erscheint. Natürlich ist es angenehmer, Einkäufe zu zweit zu transportieren. Aber übersehen Sie nicht die Vorteile: seine Einkaufsliste mit niemandem absprechen zu müssen und genügend Platz im Bett zu haben, das hat doch auch seinen Charme …

Kleine Hilfestellungen gegen die große Einsamkeit

Wie in jeder Krisensituation hilft es auch bei Einsamkeitsattacken, dreimal tief durchzuatmen. Wenn keine Zeit ist, dann wenigstens einmal tief durchatmen.

Ernsthaft: dreimal tief durchatmen. Gilt übrigens für jede Krisensituation und muss, wenn es eilig ist, auf einmal tief durchatmen abgekürzt werden.

Holen Sie die Erinnerungen an unangenehme Momente einer Ex-Beziehung aus der Verbannung. Beziehungen müssen nicht zwangsläufig einer Erlösung aus dem Alleinsein gleichkommen, sondern sind komplizierte Konstrukte, die verschiedene Individuen mit ihren Wünschen, Ängsten und Obsessionen aufbauen.

Betrachten Sie Beziehungen in ihrer ganzen Vielfalt, also auch jene zu Freunden oder Verwandten. Meist genügt dies, um die Sehnsucht zu relativieren. Glück ist ein flüchtiger Zustand, den zwei Individuen wohl eher schwerer herstellen und permanent bewahren können als ein "Einsamer".

Betrachten Sie ruhig fremde Paare. Ehepaare, verliebte Teenies, Familien, "Omis" und "Opis" auf Parkbänken, schlecht Frisierte, geschmackvoll Gekleidete. Beziehungen finden sich in jeder Lebensphase. Selbst unsympathisch wirkende Menschen führen Beziehungen. Selbst Menschen, die sich keinerlei Gedanken darüber machen, wie wertvoll eine Beziehung sein kann, haben Beziehungen.

Wenn sich wieder einmal eine "Schockstarre" einstellt, am besten eine Freundin oder einen Freund anrufen und es einen Abend richtig krachen lassen. "Es ist eine moralische Verpflichtung des Menschen, Freude zu erleben", sagt Shirley MacLaine. Singlesein ist nicht nur Sonnenschein, aber trotzdem bietet jede Krise auch positive Aspekte, die es stets zu bewahren und visualisieren gilt: Single sein bedeutet nicht zuletzt auch, sein Leben vollkommen unabhängig gestalten zu können. Genieße man dies, so lange man kann.

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