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Neu bei PARSHIP?

Selbstvertrauen trotz Schüchternheit

Dass sich auch aus der vermeintlichen Schwäche "Schüchternheit" Vorteile für das eigene Selbstvertrauen ziehen lassen und auch Zittern, Stottern und Schweigen das Flirten nicht unmöglich machen, wollen wir Ihnen anhand einiger Beispiele zeigen …

Selbstvertrauen trotz Schüchternheit

Falsche Signale

Claudias Alptraum hat einen Namen: Schüchternheit. Ein Raum voller Menschen, die sie nicht kennt, kann sich für die 30-jährige Grafikdesignerin zum wahren Spießroutenlauf entwickeln. Einfach undenkbar erscheint es ihr, jemanden "einfach so" anzusprechen oder sich auf einer Party zu einer Gruppe zu stellen und mitzudiskutieren - allein der Gedanke an ein solches Szenario verursacht ihr Herzrasen und Schweißperlen auf der Stirn. Dabei kommt sich Claudia quasi permanent so vor, als stünde sie auf einer Bühne, umringt von Menschen, die nur und ausschließlich sie beobachten und auf einen peinlichen Patzer warten. Dabei gibt es eigentlich keinen Grund für übertriebene Unsicherheit: Claudia ist attraktiv und vermag es durchaus, in vertrauter Umgebung klug und witzig zu erzählen. Insofern hält sich das Mitleid bei Freunden und Kollegen in engen Grenzen, wirkt Claudia doch einfach nicht wie ein scheues Reh, welches man vor der Welt in Schutz nehmen muss. Dieser Widerspruch bereitet ihr vor allem im Kontakt mit Männern Probleme, wird doch ihre ständige Unsicherheit kaum bemerkt und ihre Zurückhaltung als Arroganz und nicht als Schüchternheit gedeutet. "Die glaubt, sie müsste nur mit dem Finger schnippen ..."

Permanent auf der Flucht

Fast jeder kennt das Gefühl, irgendwann Ängsten und Unsicherheiten ausgesetzt gewesen zu sein. Sich als "der Neue" im Büro behaupten zu müssen und sich dabei ständig beobachtet zu fühlen und bei Zusammentreffen mit Kollegen feuchte Hände zu bekommen ... Wirklich schüchterne Menschen fühlen sich permanent auf der Flucht vor "neugierigen und prüfenden Augen". Unbeschwert auf andere zuzugehen, ohne dabei rot, verlegen oder aus Unsicherheit kühl und abweisend zu wirken, fällt Menschen wie Claudia sehr schwer. Das ging bei ihr irgendwann soweit, dass sie Einladungen zu Partys oder Treffen mit interessierten Männern ablehnte - aus Angst, sich auf irgendeine Weise zu blamieren. Dieser Fluchtreflex wird durch Schüchternheit hervorgerufen und ist sogar genetisch festgelegt: Was unseren Vorfahren die Angst vor dem Säbelzahntiger war, ist für den modernen Menschen die Vermeidung sozialer Blamagen. Grundsätzlich greifen etwa beim ersten Date dieselben Prozesse im Körper eines Schüchternen wie bei Lebensgefahr. Doch keine Panik: Man kann lernen, das Risiko zu minimieren.

Schüchtern selbstbewusst!

Die Reaktion auf Stresssituationen durch entweder Flucht oder Verstellung ist bei den meisten Schüchternen normal. Dennoch hält Parship-Psychologin Sabine Wery v. Limont vor allem das Sich-Verstellen für falsch: "Es wirkt einfach nicht authentisch, wenn jemand versucht, den Draufgänger oder die Zynikerin zu spielen. Letztlich irritiert es den Gegenüber." Die Zurückhaltung als Teil der Persönlichkeit anzuerkennen und offensiv mit ihr umzugehen - das empfiehlt Single-Coach v. Limont Ratsuchenden. Schüchterne sollten sich immer vor Augen halten, wie viele selbstbewusste Frauen erfolgreich mit (angeblicher) Unsicherheit kokettieren oder wie viele zurückhaltende Männer trotzdem die richtige Frau gefunden haben. Sinn und Zweck dieser Übung ist es, Schüchternheit nicht unbedingt als negative Eigenschaft per se zu sehen und zu erkennen, dass viele Menschen Schüchternheit gar nicht so negativ bewerten. Einmal verinnerlicht, lässt es sich viel entspannter mit Blackouts und Atemnot beim ersten Date umgehen: "Sprechen Sie als Schüchterne/r vor allem in Stresssituationen offen über ihre Unsicherheit. Dadurch, dass Ihr Gegenüber im Zweifelsfall ebenso nervös ist wie sie, wird er Ihre Schüchternheit wahrscheinlich sogar sympathisch finden."

Tricksen Sie ruhig ein wenig

Ist Schüchternheit demnach eine Art Schicksal, dem man sich fügen muss? Mitnichten, findet die Parship-Psychologin: "Sicherheit im Umgang mit anderen Personen lässt sich trainieren." Angstbesetzte Situationen verlieren viel von ihrem Schrecken, wenn man sie sich nur oft genug plastisch vor Augen hält: "Spielen Sie alle denkbaren Szenarien regelmäßig durch - mit Ihnen als Hauptdarsteller. Sobald sich die entsprechende Lage dann irgendwann tatsächlich ergibt - etwa, dass Sie an einer Bar angeflirtet werden -, können Sie deutlich entspannter und vorbereiteter reagieren." Weiterhin, so v. Limont, bietet der Alltag viele unverfängliche Möglichkeiten, den Umgang mit Fremden zu üben: Im Supermarkt andere Kunden um Hilfe bitten ("Wo finde ich ...?") oder hin und wieder auf der Straße nach dem Weg fragen - all dies erhöht die eigene soziale Sicherheit. Traut man sich dann irgendwann zu, tatsächlich den bislang aus der Ferne angehimmelten Traummann beziehungsweise die Traumfrau anzusprechen, können dabei kleine Tricks hilfreich sein. Die beste Gesprächseinleitung ist laut der Expertin ein Thema, welches nicht in direktem Zusammenhang mit der eigenen Person steht: "Wie schmeckt eigentlich dein Cocktail?" scheint insofern immer passender als etwa: "Wie findest du meine Frisur?". Schließlich bietet neutrales Terrain weniger Angriffsfläche.

Zu guter Letzt …

Das Internet bietet eine weitere Möglichkeit, mit der eigenen Zurückhaltung klarzukommen. Die Online-Partnersuche erweist sich für Schüchterne gleichsam als Segen, was auch Claudia schließlich dazu bewogen hat, sich bei Parship.at anzumelden. Sehr viel einfacher erschien ihr der zunächst indirekte Kontakt per Mail, wird dabei doch der erste Schritt des Kennenlernens quasi übersprungen. Außerdem bemerkte die sonst zurückhaltende Claudia, dass sie bei Mails und Telefonaten zu einem weitaus lockereren Umgang fähig war. Dennoch werden sich auch Online-Bekanntschaften möglicherweise irgendwann gegenübertreten, womit Claudia dann vor ähnlichen Problemen wie zuvor stünde. Der 35-jährige Kai hatte es ihr virtuell angetan, doch aus Angst, beim ersten Date wieder falsch interpretiert zu werden, schob sie das Treffen immer wieder hinaus. Bis Kai irgendwann ganz offen fragte, warum sie ihn nicht treffen wolle. Claudia nahm allen Mut zusammen und berichtete ihm offen über ihre Schüchternheit. Daraus ergab sich ein reger Mailaustausch über die jeweiligen Schwächen der beiden, so dass beim ersten Treffen Schüchternheit kein Thema mehr war.

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