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Vom Date zur Beziehung

Stolpersteine für die Liebe

Auch auf Wolke 7 kann sich mitunter der ein oder andere sichtbare oder gar selbstgelegte Stolperstein befinden. So zum Beispiel durch (Selbst-)Zweifel und Unsicherheiten oder andere Fallen, deren erfolgreiche Umgehung wir Ihnen anhand von acht Beispielen zeigen möchten.

Stolpersteine für die Liebe © Fotolia

1. Die Hohe-Messlatte-Falle

"Mein Traumpartner muss beruflichen Erfolg, perfekte Manieren, strahlendes Aussehen und überragende Intelligenz besitzen." Wer mit solchen Ansprüchen in eine Romanze startet, wird schnell die Unvereinbarkeit von Ansprüchen und Realität spüren. Vor allem sind es enttäuschende Beziehungserfahrungen, die dazu führen, dass man im Geiste eine Liste unrealistischer Forderungen an den neuen Partner stellt. Wer aber nach dem Motto "Von jetzt an keine Kompromisse mehr" handelt, läuft Gefahr, in einen Teufelskreis ständiger Kritik, Unzufriedenheit und permanenter Änderungsversuche bezüglich des Charakters des anderen zu geraten. Nicht selten beißt man da auf Granit und wirft nach kurzer Zeit enttäuscht das Handtuch. Eine mögliche Lösung ist es, überhöhte Ansprüche durch realistische zu ersetzen. Akzeptieren Sie Ihren neuen Partner, auch mit seinen Macken und Spleens. Hinterfragen Sie Ihr Konzept des perfekten Partners selbstkritisch.

2. Die Abseits-Falle

Auch wenn die Liebe und die Umgehung ihrer Stolpersteine mitunter wie eine Art Spielchen anmutet, sollten Taktiken à la "Ich lasse eine neue Liebe gern ein bisschen zappeln - ein wenig Verunsicherung macht die Sache doch erst richtig interessant" getrost als Irrglaube über Bord geworfen werden. Die Illusion, dass man die Spannung in einer beginnenden Beziehung aufrechterhalten könne, indem man den anderen möglichst lange zappeln lässt, entpuppt sich als Trugsch(l)uss, der meist nach hinten losgeht. Seinen Flirt tagelang nicht zurückzurufen, absichtlich zu spät zu Verabredungen zu kommen oder sich gar mit anderen Frauen/Männern zu treffen, sind vor allem verletzende Dinge, die Sie nicht interessanter, sondern im Gegenteil uninteressanter machen. Manövrieren Sie sich also mit solchen Spielchen nicht ins Abseits. Denken Sie daran: Was du nicht willst, dass man dir tut ...

3. Die Verlustangst-Falle

"Sobald ich dem anderen mein Herz schenke, wird er/sie es wegwerfen ... " Gerade besonders intensive Gefühle können größte Stolpersteine zur Folge haben, wenn plötzlich eine ausgeprägte Verlustangst die Regie übernimmt. Eine Umfrage zum Thema unter mehr als 1000 Parship-Mitgliedern ließ erkennen, dass besonders Frauen dazu neigen, schwarz zu malen. Fast jede zweite der weiblichen Befragten gab zu, zu Beginn einer Beziehung unter der Angst zu leiden, es könnte schon bald wieder vorbei sein. Die befragten Männer machten sich "nur" zu einem guten Drittel darüber Gedanken oder vergleichbare Sorgen. Dabei kann eine zu große Verlustangst die eigentliche Bremse vor allem in den ersten Wochen einer Beziehung sein, wird doch in jeder Kleinigkeit ein Zeichen für die bevorstehende Trennung gesehen. Die Lösung: Visualisieren Sie Ihre Ängste und deren Ursprung. Haben Ihre Befürchtungen eine wirklich reale Grundlage?

4. Die Klammer-Falle

"Wenn ich verliebt bin, konzentriere ich mich ausschließlich auf meinen Partner - alles andere zählt nicht." Gerade Langzeit-Singles neigen dazu, der neuen Beziehung zu viel Raum in ihrem Leben zu geben - und dem anderen damit entsprechend Platz zu nehmen. Es ist zwar vollkommen normal, dass man viel Zeit miteinander verbringen will, wenn man verliebt ist, vergessen Sie aber dennoch nicht, gegenseitig Freiräume immer im Auge zu behalten. Wenn Sie jede freie Minute für gemeinsame Aktivitäten verplanen, engen Sie den Partner damit schnell ein. Das Risiko, eben jenes zu verlieren, was Sie dadurch eigentlich halten möchten, ist sehr hoch. Die ursprünglich einmal so faszinierenden Dinge wie Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit gehen dabei verloren. Lösung: Finden Sie die Balance zwischen Nähe und Distanz. Führen Sie auch weiterhin Ihr eigenes Leben und widmen Sie auch mal Freunden und Familie Ihre Zeit. Es sind nämlich auch äußere Einflüsse, welche die innige Zweierbeziehung lebendig halten.

5. Die Podest-Falle

"Meine neue Liebe ist schlicht und ergreifend der perfekte Mensch und das Wunderbarste, was ich jemals erlebt habe." Verliebte neigen oftmals dazu, den anderen auf ein Podest zu stellen, so dass nichts Negatives daran drängen und nagen kann. In der ersten Verliebtheitsphase ist dies durchaus normal, wenn auch dadurch die Gefahr besteht, dass natürliche und wichtige Warnsignale übersehen werden und man irgendwann aus der heilen Welt direkt in die Ausnüchterungszelle umziehen muss. Dass er mit 42 noch bei Muttern waschen und bügeln lässt, oder sie drei Viertel ihres Tages am Telefon verbringt, erscheint irgendwann nicht mehr nur als liebenswerter Spleen und harmlose Macke - sondern beginnt schlicht zu nerven. Lösung: Hören Sie auf Ihre innere Stimme und deuten Sie nicht-eindeutige Signale entsprechend Ihres Gefühls! Gerade wenn gute Freunde immer wieder betonen: "Er/Sie passt überhaupt nicht zu dir!", sollten Sie darüber zumindest einmal nachdenken.

6. Die Eifersuchts-Falle

"Nach einiger Zeit quält mich immer die Angst, betrogen zu werden ..." Gerade wenn Sie als "gebranntes Kind" in Sachen Treue Ihre speziellen Erfahrungen gemacht haben, können diese große Stolpersteine werden. Man stellt den neuen Partner schnell unter Pauschalverdacht, ist sich des anderen nicht mehr sicher, vor allem auch, weil man sich noch nicht so gut kennt. Hier können schon Kleinigkeiten zum Auslöser fataler Gedanken werden und heftige Spiralen auslösen: Trifft er sich mit seiner Kollegin wirklich nur zum Arbeitsessen? Warum geht sie zum Telefonieren in das andere Zimmer? Diese Phantasien können eine beginnende Liebe im schlimmsten Fall im Keim ersticken. Lösung: Teilen Sie Ihre Ängste, ohne dabei in Anklagen und Unterstellungen zu verfallen. Fragen Sie bei Zweifeln und Verunsicherung einfach nach, anstatt sich stundenlang mit zermürbenden Gedanken zu quälen. Sollte die Antwort tatsächlich unerfreulich ausfallen: Je früher Sie die Wahrheit kennen, desto besser ...

7. Die Anschein-erwecken-Falle

"Mir fällt es leicht, mich den Wünschen und Bedürfnissen eines neuen Partners anzupassen - ich verwandle mich dann fast zu einem anderen Menschen." Natürlich wünscht man sich Gemeinsamkeiten, was die Hobbys, Vorlieben und vielleicht auch die ein oder andere Denkweise des neuen Partners angeht. Mitunter besteht die Gefahr, zu einer "Ich auch"-Taktik zu neigen und sich die Vorliebe für klassische Musik, Klettertouren oder mittelalterliche Schnitzkunst unvermittelt zu eigen zu machen. Ich auch! Natürlich ist dies schön, solange es auch wahr ist. Sobald man allerdings beginnt, sich selbst zu belügen, wird man auf kurz oder lang auffliegen. Ebenso falsch ist es, nicht zu eigenen Charakterzügen und Vorlieben zu stehen, weil man befürchtet, beim Gegenüber auf wenig Gegenliebe zu stoßen. Lösung: Bleiben Sie sich treu und denken Sie daran: Auch wenn man sich liebt, muss man nicht immer einer Meinung sein oder sämtliche Interessen teilen. Wer sich mit seinem Verhalten nur an seinem Partner orientiert, verleugnet sich selbst und wird irgendwann über diesen Stolperstein fallen.

8. Die Liebesbeschleuniger-Falle

"Wenn ich meiner großen Liebe begegne, werde ich das sofort spüren! Von mir aus können wir dann gleich zum Traualtar schreiten." Große Gefühle sind eine wunderbare Sache. Dennoch lässt sich nicht verleugnen, dass man in der ersten Verliebtheit nur selten ein wirklich realistisches Bild vom anderen entwickelt. Natürlich sind Träume vom Zusammenziehen, Heiraten und von einem gemeinsamen Leben nachvollziehbare Konsequenzen der Liebe. Einmal jedoch ausgesprochen, verhält es sich mit diesen Visionen wie mit Goethes Zauberlehrling, der seinerseits von der Wirkung seiner Worte vollkommen überrascht, überwältigt und letztendlich auch überfordert war. Erwartungen können verschrecken oder auch ebensolche Ansprüche wecken, die Sie wenig später vielleicht gar nicht mehr erfüllen können oder wollen. Lösung: Ziehen Sie ein wenig die Handbremse in Anbetracht dieser Stolpersteine, vor allem in den rasanten ersten Wochen und Monaten einer Beziehung. Genießen Sie das Jetzt und Hier, schließlich ist das schon grandios genug.

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